Heft 7-8/2006Berufung

Inhalt

Weltfremd klingt, was die Evangelisten von der Berufung der ersten Jünger Jesu überliefern. Diese Männer, die mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen, lassen von heute auf morgen ihr "altes Leben" hinter sich und wagen einen unglaublichen Neubeginn. Die Abenteurer Gottes verlassen ihre Familien, hängen ihren Beruf an den Nagel und erkennen in der Gemeinschaft mit Jesus ihre wahre Berufung.

Es liegt auf der Hand, dass solch ein Schritt nicht jedem möglich ist. Solch ein Aben-teuer können nur diejenigen Frauen und Männer auf sich nehmen, die sich dafür tatsächlich stark genug fühlen. Für einen Neubeginn und ein Leben gegen sämtliche Konventionen. Und die zuvor auch die spirituelle Fähigkeit entwickelt haben, auf den Ruf Gottes zu hören. Angesichts der scheinbar schwindenden Bereitschaft junger Menschen, sich auf das Abenteuer ihrer eigenen geistlichen Berufung einzulassen, ist es ein besonderes Anliegen des Anzeiger für die Seelsorge, Impulse für eine missionarische Berufungspastoral in Deutschland zu geben, über die Benedikt XVI. sagte: "Wir brauchen eine neue Bereitschaft des Suchens und auch die Demut, die sich finden lässt."

Das Schwerpunktthema dieses Heftes geht auf die Berufungsgeschichten von Priestern, Ordensleuten und Laien ein. Und möchte dazu anregen, eine Sensibilität für die Berufungsgeschichten (nicht nur) junger Menschen zu entwickeln.