Felix Freiherr von Loë-Terporten, Comes romanusVon der Papsttreue des rheinischen Adels

Zusammenfassung / Abstract

Als Spross einer geachteten katholischen Adelsfamilie war Baron Felix Loë (1825-1896) eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in den Jahren des sogenannten Kulturkampfs in Preußen. Obwohl er in der preußischen Armee gedient und in der Staatsbürokratie gearbeitet hatte, war seine Treue zum Papsttum in seinen Gedanken und Entscheidungen unangefochten. Er war ein starker Befürworter aller Initiativen, die Pius IX. bei der Verteidigung des Kirchenstaats unterstützten und nach der Besetzung Roms die Position des Papstes stärkten. Der Artikel gibt einen Überblick über Loës Verbindungen zu anderen katholischen Führern in Preußen sowie in Rom und anderen europäischen Ländern. Er zeigt seine politischen Aktivitäten in Berlin, im Reichstag und im Abgeordnetenhaus und sein Engagement für den politischen Katholizismus des Zentrums. Wegen seiner Hingabe an den Papst saß er sogar in Haft. Pius IX. ernannte ihn 1877 zum "päpstlichen Grafen". Der päpstliche Adel bestand im 19. und 20. Jahrhundert, soweit es die Deutschen betraf, teilweise aus eigenartigen und egozentrischen Persönlichkeiten. Nur wenige hatten ähnliche Verdienste wie Loë. Die Liste der Titularen und ihre Kurzbiographien werfen Licht darauf, welche Eigenschaften der päpstliche Hof in seiner Zeit für den Adel als empfehlenswert betrachtete.

Baron Felix Loë-Terporten, Papal Count: the rhenish nobility devoted to the Pope – Born into a notable catholic noble-family Baron Felix Loë (1825–1896) was one of the most distinguished figures in the years of the so called „Kulturkampf“ in Prussia. Although he had served in the prussian army and worked in the state bureaucracy, his loyality to the Papacy always was prior in his thoughts and decisions. He was a strong supporter of all initiatives helping Pius IX to defend the Papal States and, after the occupation of Rome, to strengthen the Popes position. The article gives an overview of Loës connections to other catholic leaders in Prussia, as well as in Rome and other european countries. It shows his political activities in Berlin, in the „Reichstag“ and in the „Abgeordnetenhaus“, and his dedication for political catholicism in the „Zentrum“. Having suffered even imprisonment for his devotedness to the Pope, Pius IX named him a „Papal Count“ (1877). The papal nobility in the 19th and 20th century, as far as german subjects are concerned, was composed of sometimes strange and egocentric personalities. Only a few had merits comparable with the ones Loë presented. The list of the titulars and their short biographies one finds in the article give a look inside what the Papal Court in their times regarded as commendable for nobility.

Diesen Artikel jetzt lesen!

Im Einzelkauf

Download sofort verfügbar

29,00 € inkl. MwSt
PDF bestellen

Im Abo

211,00 € für 2 Ausgaben pro Jahr + Digitalzugang für institutionelle Bezieher, 171,00 € für Privatpersonen
inkl.MwSt., zzgl. 6,90 € Versand (D)

Sie haben ein Digital- oder Kombi-Abonnement? Anmelden