Sozial-emotionale Entwicklung & Werteerziehung bei Kindern

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Sozial-emotionale Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess, der von Beginn an im Zusammensein mit anderen stattfindet. Sich im Kindergarten mit Erwachsenen außerhalb der Familie auseinanderzusetzen und Teil einer Gruppe zu sein, bringt für die Kinder viele neue Erfahrungen und Lernprozesse mit sich. Die pädagogischen Fachkräfte sind dabei zugleich Vorbild und Entwicklungsbegleiter.

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Bildung durch Bindung. Frühpädagogik: inklusiv und beziehungsorientiert

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Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung fördern

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Feinfühligkeit im Umgang mit Kindern

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Die Bedeutung von positiven Beziehungserfahrungen

Die Erfahrungen, die Kinder in Interaktionsprozessen machen, prägen und beeinflussen ihr Selbstbild sowie die Entwicklung ihrer emotionalen und sozialen Kompetenzen. Empathie und Feinfühligkeit, Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit sind hierbei wichtige Säulen. Um sich zu einer starken Persönlichkeit entwickeln zu können, brauchen Kinder Vertrauen in sich selbst und in ihre Umgebung. Dabei sind sie auf sichere Bindungen angewiesen, die ihnen einerseits Sicherheit und Geborgenheit, andererseits aber auch vielfältige Anregungen zum Erkunden der Umwelt bieten. Ein Kind, das selbstbewusst ist und sich sicher fühlt, wird seiner Umwelt weitaus neugieriger und aufnahmebereiter begegnen und dadurch leichter Neues lernen können.

Buchempfehlungen: „Interaktions- und Beziehungsgestaltung“ (wissen kompakt), „Bildung braucht Beziehung“ (nifbe) und „Ich schaff das schon …“ (nifbe).

Was sind emotionale und soziale Kompetenzen?

Emotionale Kompetenz meint die Fähigkeit, mit Gefühlen und Bedürfnissen für sich allein und im Zusammenhang mit anderen umgehen zu können. Hierzu gehört, Gefühle unterscheiden, ausdrücken und regulieren zu können sowie die Gefühle anderer Menschen zu erkennen und zu verstehen.

Leseempfehlung: „Sozial-emotionale Entwicklung“ (Kleinstkinder Themenheft).

Soziale Kompetenz ist eng verwoben mit emotionaler Kompetenz, denn der Umgang mit eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer bildet die Grundlage für die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Bei der sozialen Kompetenz spielen außerdem die Kommunikationsfähigkeit, die Teamfähigkeit und die Fähigkeit zur Konfliktlösung eine entscheidende Rolle, ebenso wie die Identitätsentwicklung.

Buchempfehlungen: „Partizipation in der Kita“ (Regner/Schubert-Suffrian), „Resilienz im Kita-Alltag“ (Rönnau-Böse/Fröhlich-Gildhoff) und „Kinder mit auffälligem Verhalten – Ein heilpädagogisches Handlungskonzept“ (Nollau).

Phasen der sozial-emotionalen Entwicklung

  • Die Eltern sind die ersten und wichtigsten emotionalen Vorbilder. Förderlich für die emotionale Entwicklung des Kindes ist vor allem ein offener Umgang mit Gefühlen, der sich durch ein positives Familienklima, ein feinfühliges Elternverhalten und Gespräche innerhalb der Familie über Emotionen auszeichnet. Die Basisemotionen, zu denen Freude, Angst, Ärger, Traurigkeit, Überraschung und Interesse zählen, entwickeln sich bereits in den ersten Lebensmonaten.
  • Gegen Ende des zweiten Lebensjahres bilden sich auch die selbstbewertenden und sozialen Emotionen aus: Stolz, Scham, Mitleid, Neid, Verlegenheit und Schuld. Besonders bedeutsam ist für diesen Altersabschnitt die explorierende Sprachentwicklung. Sprache ermöglicht, sich mit anderen über Gefühle auszutauschen und Erlebtes und seine Bedeutung verbal auszudrücken. Das Sprechen über Gefühle unterstützt zudem die emotionale Perspektivenübernahme.
    Buchtipps: „Das Kindergartengefühlebuch“ (Bestle-Körfer), „Siehst du die Welt auch so wie ich?“ (Bralo-Zeitler) und das Memo-Spiel „Giraffimo“ (Rädiker).
  • Vor allem zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr können Kinder zunehmend zwischen eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer unterscheiden, die Perspektive des anderen einnehmen und dessen Gefühle erkennen und mitempfinden. Bereits mit dreijährigen Kindern sind Gespräche über Ursachen und Folgen einfacher Emotionen (Angst, Traurigkeit) möglich. Während des gesamten Kindergartenalters sind Gespräche über Emotionen sehr wichtig.

(Quelle: kindergarten heute wissen kompakt „Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung fördern“)

Die vielen Interaktionen mit Bezugspersonen im Prozess des Aufwachsens führen zu Erfahrungen im Gefühlsbereich und in Beziehungen, zu Wissen über Emotionen und den Umgang mit ihnen. Diese Erfahrungen können vielfältig und differenziert oder relativ eingeschränkt sein. Sie können eher konstruktiv und selbstwertstärkend oder verunsichernd und selbstwertschwächend sein.

Wie lässt sich die sozial-emotionale Entwicklung fördern?

In der Kita erleben und erproben sich Kinder täglich und bekommen dabei vielfältige Rückmeldungen über ihre Person, ihr Handeln und ihre Fähigkeiten, die ihre Sicht auf sich selbst beeinflussen. Da sich die Identität der Kinder im Kindergartenalter entscheidend weiterentwickelt, ist es wichtig, sich der verschiedenen Einflussfaktoren bewusst zu sein und sie für die Förderung der Identitätsentwicklung zu nutzen.

Mögliche Förderimpulse:

  • Für Gespräche über Emotionen kann es hilfreich sein, wenn Handpuppen oder Kuscheltiere zur Verfügung stehen, durch die die Kinder ihre eigenen Gefühle wahrnehmen können.
  • Abbildungen von Menschen mit besonders deutlicher Gefühlsmimik und Körperhaltung können für verschiedene Spiele und Gespräche genutzt werden.
  • Ein Spiegel im Gruppenzimmer, damit die Kinder gezielt die eigene Körperhaltung und Mimik betrachten können.
  • Möglichkeiten zum Rückzug oder zum Ausagieren („Wuthöhle“, Boxsack).
  • Entspannungsmethoden (Tipp: „Die Kinder-Yoga-Box“ von Iris Binder)
  • Rollenspiele fördern die Emotionsregulation

Eine gute Gruppenatmosphäre und ein Vertrauensverhältnis zwischen Fachkräften und Kindern sind Grundvoraussetzungen, damit sich alle dem Thema „Emotionen“ öffnen können. Alle Gefühle werden akzeptiert und ernst genommen.

Zur Vertiefung empfehlen wir die Titel: „Sozial-emotionale Entwicklung fördern“ (Pfeffer), „Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung fördern“ (wissen kompakt) und das kindergarten heute Themenpaket „Entwicklungsthemen von Kindern vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr“.

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