Nr. 7/2019

Inhalt

Sie sind kurz. Und grundsätzlich. Man kann sie an zehn Fingern abzählen. Und sie sind als Gottes-, nicht als Moseswort formuliert: All das macht die Zehn Gebote zu einem Text, von dem sich Menschen direkt angesprochen und in die Pflicht genommen fühlen.

„Du sollst nicht“, heißt es in ihrer deutschen Fassung. Das hebräische Original ist weniger kategorisch: „Du wirst nicht“ steht dort. Strafen werden nicht angedroht. Christliche Theologen haben dem Judentum mit einem Seitenblick auf die Zehn Gebote und andere Gesetzestexte manchmal vorgeworfen, zu gesetzesfixiert zu sein. Doch wer im Buch Exodus liest, findet die Gebote ein - gebettet in eine große, umwälzende Erzählung. Um Befreiung geht es da, um einen revolutionären Bund Gottes direkt mit „seinem“ Volk.

Franziskus deutet die Gebote als Texte der Befreiung und konsequent auf Jesus Christus hin. Dadurch bekommen ein Gesicht – ich halte es für lohnend, sich mit Franziskus’ Interpretation der Zehn Gebote näher zu beschäftigen.

Inhalt:

DAS THEMA:Wort der Sehnsucht und Beziehung

IM WORTLAUT: Kunstwerk des Lebens werden

RÖMISCHE NOTIZEN: Lange und wechselhafte Geschichte

WORT FÜR DEN WEG: Die wahren Schätze