Es ist ein best-practice Beispiel für jüdisch-muslimischen Dialog in Deutschland und darüber hinaus: Die Kooperation zwischen Stipendiat*innen des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) und des muslimischen Avicenna-Studienwerks. Bei ihrem Dialog miteinander und mit anderen geht es den jungen Menschen nicht um das oberflächliche Entdecken von Gemeinsamkeiten oder „Begegnungskitsch“, sondern um die Thematisierung und Aufarbeitung von Differenzen, durch die ein fruchtbares Miteinander möglich wird. Dazu gehört auch, andere Narrative auszuhalten und – gemeinsam – neue Narrative zu entwickeln. Ziel des Dialogs ist, gemeinsam eine plurale Gesellschaft zu prägen und zu gestalten. Die größten Herausforderungen dabei stellen Antisemitismus und muslimischer Rassismus dar.
Amosinternational, Heft 4/2021, 25