Heft 6/2011Kirchen-Kunst

Inhalt

Das Verhältnis von Kunst und Religion steht im Mittelpunkt dieses Juniheftes. Kunst hat eine große Spannbreite. Sie reicht von der Illustration biblischer Motive über die Darstellung des Religiösen in scheinbar profanen Motiven oder in der abstrakten Kunst bis hin zu Sakralinstallationen, die sich an der Schnittstelle zur Liturgie bewegen. 

Wenn Kunst und Religion dabei gerade in der Gegenwart oft als einander entfremdet erscheinen, verbindet sie doch eine existentielle Harmonie: So wie ein musikalischer Dreiklang aus Grundton, Terzton und Quintton besteht, lässt sich ein Dreiklang aus Sehnsucht, Kunst und Religion bilden. Ähnlich wie der Grundton im Dreiklang bildet die menschliche Sehnsucht nach Schönheit, Harmonie, Sinn und Erfüllung ein Fundament, auf dem die Kunst mit ihrer Ahnung als Terzton erklingt und die Religion als Quintton den Dreiklang nach oben hin öffnet. 

Die Beiträge des Schwerpunktthemas gehen in diesem Monat der Frage nach, wie der Dreiklang in der Kirche heute zum Klingen gebracht werden kann. In der Rubrik „Im Blick" geht George Augustin, Dogmatikprofessor und Priesterseelsorger der Diözese Rottenburg-Stuttgart, auf die missionarische Dimension der Kirche ein und gibt gerade als Priester, der als Inder die deutsche Kirche auch von außen betrachten kann, Impulse zum „Querdenken". Der Beitrag von Sabina Demel befasst sich mit der Frage von Wiederheirat nach einer Scheidung.