Heft 6/2005Weltjugendtag

Inhalt

Die Vorbereitungen für den XX. Weltjugendtag laufen auf Hochtouren. Nach Tagen der Begegnung in den deutschen Diözesen versammeln sich die internationalen Gäste mit ihren Gastgebern vom 16. bis 21. August zu den zentralen Veranstaltungen in Köln. Insgesamt wird mit etwa 800.000 Teilnehmern zwischen 16 und 30 Jahren, 600 Bischöfen und 4000 Journalisten aus aller Welt gerechnet.

Während im Vorfeld zunächst viele Bedenken geäußert wurden, ob solch ein kirchlicher Event in Deutschland auf positive Resonanz stößt, ist die Skepsis inzwischen vielerorts der Überzeugung gewichen, dass dieser Weltjugendtag auch als Chance für die Kirche in Deutschland betrachtet werden kann, die in den letzten Jahren mitunter eher unter ihrer defensiven Einstellung, kleinlauten Apologetik und Nabelschaumentalität gelitten hat.

Die Beiträge in diesem Heft wollen Interesse für und Vorfreude auf das kirchliche Großereignis wecken. Und dabei eine realistische Erwartungshaltung ermöglichen. Denn natürlich werden die zehn Tage im August nicht das Allheilmittel für die differenzierten Probleme sein, mit denen die Kirche in Deutschland konfrontiert ist. Doch sie können durchaus zu einer Lernerfahrung (für Kirchen-Insider ebenso wie für Kirchen-Distanzierte) werden, die zeigt, wie lebendig die Kirche heute ist, wenn sie sich von ihrer weltkirchlichen Weite bereichern lässt.