Nr. 4/2017

Inhalt

Wer fällt, darf wieder aufstehen: weil Gott voller Barmherzigkeit ist und immer wieder vergibt. Dieses Leitmotiv von Papst Franziskus antwortet auf den Schrei, den ein deutscher Augustinermönch ausgestoßen hat. „Wie schaffe ich mir einen gnädigen Gott?“ Dieser Schrei Martin Luthers löste 1517 die Reformation aus. Heute kommt eine Antwort aus dem Vatikan: Gar nicht. Wir brauchen uns den gnädigen Gott nicht zu schaffen, er ist schon gnädig! Als Benedikt XVI. 2011 Luthers Kloster in Erfurt besuchte, beklagte er, dass der Schrei nach dem gnädigen Gott heute oft als überholt empfunden werde. Als emeritierter Papst hat er sich froh darüber gezeigt, dass sein Nachfolger Luthers Grundanliegen aktualisiert habe.

Es brauchte die theologische Sensibilität eines Joseph Ratzingers, um aus Franziskus’ Rede vom Fallen und Wiederaufstehen Luthers Frage herauszuhören. Gott vergibt: Das ist also nicht nur Balsam für einzelne Christenseelen. Es ist auch eine befreiende Entdeckung für die Ökumene.

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DAS THEMA: Hochmut kommt nach dem Fall

IM WORTLAUT: Leben voller Hoffnung

RÖMISCHE NOTIZEN: Gemeißelte Grazie

HEILIGE DES MONATS: Begehrte Ratgeberin

WORT FÜR DEN WEG: Geheimnis der Entäußerung