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Gottesdienst 16/2022

16 / 20228. August 2022

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

„Vormesse“ nannte man bis zur liturgischen Erneuerung im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils den ersten Teil der heiligen Messe, den wir seitdem als „Wortgottesdienst“ bezeichnen. Wahrscheinlich war es die bedeutendste Tat der liturgischen Neuregelung, dass man neben dem „Tisch des Herrenleibes“ auch den „Tisch des Wortes Gottes“ reicher deckte und damit Ambo und Altar in enge Beziehung zueinander brachte.

In der Praxis hat sich dieses Denken auch Jahrzehnte später noch nicht überall durchsetzen können. Wenn etwa neben dem reich geschmückten Altar ein schmuckloser Ambo steht, der wie ein Rednerpult auch außerhalb der Verkündigung für alle möglichen Informationsweitergaben genutzt wird. Oder wenn man Lektorinnen und Lektoren anmerkt, dass sie sich mit den Schrifttexten im Vorfeld des Gottesdienstes nicht persönlich auseinandergesetzt haben, denn „Lesen kann ja jeder!“ Oder wenn die Inzens immer nur dem Altar, aber nie dem Evangeliar (bzw. Lektionar) gilt, obwohl doch liturgietheologisch betrachtet der Herr selbst in der Verkündigung des Wortes anwesend ist. Die Aufzählung solcher Beispiele ließe sich beliebig erweitern.

Die „Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch“ (AEM) hält gut verständliche Erläuterungen bereit, die man wenigstens einmal im Jahr sorgfältig lesen könnte, damit sich nicht zu viel Eigenmächtigkeit oder schrullige Routine breitmacht. Gottes Wort ist kostbar. Dementsprechend sollte man mit ihm umgehen.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 177-179

    Im Klangraum der Messe

    Evangeliumsverkündigung

    Der Wortgottesdienst der Eucharistiefeier weist eine eigene musikalische Dramaturgie auf. Bei der Auswahl der Gesänge und Lieder ist darauf besonders zu achten.

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