Heft 3/2013Pastoraler Frühling

Inhalt

Welch Ausklang eines Pontifikats: Aus freien Stücken gesteht ein Papst sich selbst und der Weltöffentlichkeit ein, dass seine Kräfte schwinden und dass er sich den hohen Anforderungen des päpstlichen Amtes nicht mehr gewachsen fühlt. Der wohl überlegte Rücktritt von Benedikt XVI. ist zugleich eine Demutsgeste mit Blick auf die eigene Körperlichkeit und eine Respektbezeugung vor der Würde sowie den Anforderungen des päpstlichen Amtes. 

Mit seinem Schritt hat Benedikt XVI. der Kirche und der Welt eine Souveränität vorgelebt, die beispielhaft ist in einer Zeit, in der Frauen und Männer gewöhnlich an ihren Ämtern und Positionen hängen und kaum einmal bereit sind, sich aus freien Stücken von ihnen zu trennen. Ein Vorbild ist er somit nicht nur für die Kirche, sondern auch für Politik und Gesellschaft. 

Wenn das Pontifikat von Benedikt XVI. in diesen Tage zu Ende geht, will der „Anzeiger für die Seelsorge“ ein Kernanliegen des deutschen Papstes in diesem Heft aufgreifen. Benedikt XVI. ging es um einen missionarischen Geist, um den Mut zur Neuevangelisierung und den Aufbruch zu einem pastoralen Frühling. Die Autoren dieses Heftes widmen sich der Frage, wie die Kirche zu neuem Leben aufblühen und wie ein pastoraler Frühling aussehen kann. In der Rubrik „Für Sie gefunden“ stellen wir Ihnen Bücher vor, mit denen Benedikt XVI. Sie zum Ausklang seines Pontifakts noch einmal durch die Fastenzeit begleitet.