Heft 12/2005Rückblick

Inhalt

Die meiste Zeit im Jahr sind Menschen damit beschäftigt, sich in ihrer Gegenwart gemütlich einzurichten bzw. sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen. Die Vergangenheit wird dabei vielfach ausgeblendet bzw. spielt eine untergeordnete Rolle. Während das Wort von der Zukunftsfähigkeit gerade in diesen Jahren Konjunktur besitzt, wird kaum über die eigene „Vergangenheitsfähigkeit" nach-gedacht. Dabei haben die Weisheitslehrer zu aller Zeit darauf verwiesen, wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Gestern ist.

„Erzähle mir die Vergangenheit, und ich werde die Zukunft erkennen", schrieb Konfuzius. Und gerade die christliche Tradition hat erkannt, welch große Bedeutung dem versöhnten Rückblick auf das eigene Leben und Handeln zukommt. Im Sakrament der Versöhnung feiert die Kirche den Einklang des Menschen mit einer heilvollen und mitunter auch unheilvollen Vergangenheit.

Zum Jahresende lädt der Anzeiger für die Seelsorge zum heilsamen Innehalten und Rückblick ein. Anselm Grün verbindet den Gedanken des Rückblicks mit dem Aufbruch. Sabine Pemsel-Maier zeigt, dass auch das Weihnachtsevangelium auf die Verheißungen des Ersten Testaments zurückblickt. Und Franz-Josef Bode schaut zurück zu dem kirchlichen Großereignis im ausklingenden Jahr: Dem Weltjugendtag in Köln.