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August 2025

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    Forscher rekonstruieren Ursprünge der Justinianischen Pest

    Forscher rekonstruieren Ursprünge der Justinianischen Pest

    Vor rund 1.500 Jahren traf die Justinianische Pest weite Teile Europas, Asiens und Afrikas – und gilt als erste „globale“ Pandemie der Geschichte. Eine neue Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beleuchtet nun ihre möglichen Ursprünge und Ausbreitungswege neu. Sie zeigt, wie eng klimatische Veränderungen und Handelsrouten schon damals miteinander verwoben waren und liefert Einblicke in die Frühgeschichte weltumspannender Seuchen.

  • Mittelscheitel und geflochtener Kinnbart: Frisurenmode der Wikinger
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    Mittelscheitel und geflochtener Kinnbart: Frisurenmode der Wikinger

    Ein kleiner Spielstein aus der Wikingerzeit, der 200 Jahre lang in den umfangreichen Sammlungen des Nationalmuseums von Dänemark verborgen war, verrät aufschlussreiche Details über die Frisuren der Wikinger. Vorausgesetzt natürlich, man kann der Selbstdarstellung der Wikinger trauen.

  • Befestigungsanlage auf der Lenensburg bei Kressbronn am Bodensee nachgewiesen
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    Befestigungsanlage auf der Lenensburg bei Kressbronn am Bodensee nachgewiesen

    Neue Grabungen auf der Lenensburg bei Kressbronn bestätigen die seit 1913 geäußerte Vermutung: Die Höhensiedlung war befestigt. Die aktuellen Grabungen förderten außerdem zahlreiche Funde wie Keramik und Bronzeschmuck zutage. Die Forschungen werden fortgesetzt, um die Geschichte dieser strategisch bedeutenden Höhensiedlung weiter zu erkunden.

  • Ein Netzwerk aus Duft und Identität: Die phönizischen Ölflaschen von Mozia
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    Ein Netzwerk aus Duft und Identität: Die phönizischen Ölflaschen von Mozia

    Zum ersten Mal hat ein interdisziplinäres Forscherteam eine umfassende Analyse der Herstellung, Technologie und Inhalte von 51 keramischen Ölgefäßen aus der phönizischen Siedlung Mozia auf einer Insel vor der Küste Siziliens durchgeführt. Ihre Ergebnisse zeigen die zentrale Rolle von Düften für die Identitätsbildung, die Erinnerungskultur und den interkulturellen Austausch im Mittelmeerraum der Eisenzeit.

  • 16 kg Schmuck, Waffen und Geräte aus Bronze: Ein Hortfund aus der Oberlausitz
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    16 kg Schmuck, Waffen und Geräte aus Bronze: Ein Hortfund aus der Oberlausitz

    Vergangene Woche präsentierte das Landesamt für Archäologie Sachsen einen 3000 Jahre alten Hortfund aus der Bronzezeit, der in Klein Neundorf bei Görlitz gefunden wurde. Mit über 16 kg Gesamtgewicht und mehr als 300 Objekten handelt es sich um den größten Bronzehort aus der Oberlausitz und um das zweitgrößte Fundensemble dieser Art in ganz Sachsen.

  • Gewalt in der Jungsteinzeit: Eine Form ritualisierter politischer Aufführung?
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    Gewalt in der Jungsteinzeit: Eine Form ritualisierter politischer Aufführung?

    Eine neue Studie unter der Leitung der School of Archaeology der Universität Oxford hat möglicherweise die frühesten Belege für Siegesfeiern in der europäischen Vorgeschichte zutage gefördert und bietet eine bemerkenswerte neue Perspektive auf die neolithische Gewalt nicht nur als Konflikt, sondern als Form ritualisierter politischer Aufführung.

  • Jäger-Sammler- und Bauerngruppen lebten in Koexistenz
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    Jäger-Sammler- und Bauerngruppen lebten in Koexistenz

    Europas erste Bauern und späte Jäger-Sammler-Gruppen lebten über mehrere Generationen nebeneinander und gründeten mit der Zeit immer häufiger gemeinsame Familien, wie eine neue Studie der Universität Genf zeigt.

  • Gezeiten beeinflussten die Entstehung städtischer Zivilisation in Südmesopotamien
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    Gezeiten beeinflussten die Entstehung städtischer Zivilisation in Südmesopotamien

    Eine in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlichte Studie stellt lang gehegte Annahmen über die Ursprünge der städtischen Zivilisation im alten Mesopotamien infrage. Sie legt nahe, dass der Aufstieg Sumers durch das Zusammenspiel von Flüssen, Gezeiten und Sedimenten an der Mündung des Persischen Golfs vorangetrieben wurde.

  • Jüngste Ausgrabungen im Oppidum von Manching liefern neue Details aus dem Leben der Kelten
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    Jüngste Ausgrabungen im Oppidum von Manching liefern neue Details aus dem Leben der Kelten

    Drei Jahre, von 2021 bis 2024, dauerten die jüngsten archäologischen Ausgrabungen im Oppidum von Manching. Drei Jahre, in denen 6800 m² Fläche untersucht, 1300 Befunde dokumentiert und mehr als 40.000 Fundeinheiten geborgen werden konnten. Das Bodendenkmal südöstlich von Ingolstadt gilt als am besten erforschte Keltensiedlung Mitteleuropas – die Ergebnisse der jüngsten Grabungen liefern Expertinnen und Experten nun noch detailliertere Kenntnisse zum Leben, Arbeiten und Sterben in der Keltenstadt.

  • Schifffahrt am Bodensee: Bisher 31 unbekannte Wracks gefunden
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    Schifffahrt am Bodensee: Bisher 31 unbekannte Wracks gefunden

    Seit 2022 erforscht das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Projekt „Wracks und Tiefsee“ den Bodensee. Mithilfe moderner Methoden der Geophysik, einem Tauchteam sowie Tauchrobotern sind bereits jetzt einige interessante Neuentdeckungen gelungen – von kulturhistorisch bedeutenden Objekten bis hin zu modernen Wasserfahrzeugen.

  • Pesterreger in 4.000 Jahre altem Schafszahn entdeckt
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    Pesterreger in 4.000 Jahre altem Schafszahn entdeckt

    Der Pesterreger Yersinia pestis wurde in 4.000 Jahre alten Überresten eines Schafs nachgewiesen. Das deutet darauf hin, dass der Viehbestand eine Rolle bei der Ausbreitung einer frühen Form der Pest spielte, die während der späten Jungsteinzeit und der Bronzezeit in ganz Eurasien verbreitet war.

  • Steinzeit-Bauern siedelten vor 7000 Jahren am Dortmunder Flughafen
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    Steinzeit-Bauern siedelten vor 7000 Jahren am Dortmunder Flughafen

    Seit über einem Jahr hat ein Team von Archäologen, begleitet vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die mehrere Hektar große Baufläche bei Holzwickede untersucht, auf der zukünftig der Gewerbepark Eco Port Süd am Dortmunder Flughafen stehen soll. Inzwischen ist klar: Vor fast 7.000 Jahren siedelten hier steinzeitliche Bauern.

  • Pompeji nach 79. n. Chr. Neue Spuren belegen Wiederbesiedelung
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    Pompeji nach 79. n. Chr.: Neue Spuren belegen Wiederbesiedelung

    Pompeji wurde nach dem Vulkanausbruch im Jahr 79 n. Chr. wieder besiedelt. Es waren Überlebende, die keine Möglichkeit hatten, anderswo ein neues Leben aufzubauen, sowie wahrscheinlich auch Obdachlose aus anderen Orten, die auf der Suche nach einem Siedlungsgebiet waren und hofften, wertvolle Gegenstände zu finden. Sie versuchten, das durch den Vulkanausbruch verwüstete Gebiet wieder zu besiedeln. Diese prekäre und desorganisierte Situation, in der in Pompeji wieder Spuren von Leben auftauchten, hielt bis ins 5. Jahrhundert an. Dann wurde das Gebiet vollständig verlassen.

  • Archäogenetische Studie liefert einen DNA-Querschnitt von fast 5.000 Jahren der Südkaukasus Region
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    Archäogenetische Studie liefert einen DNA-Querschnitt von fast 5.000 Jahren der Südkaukasus Region

    Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland, Georgien, Armenien und Norwegen hat alte DNA von 230 Individuen aus 50 archäologischen Fundstätten in Georgien und Armenien analysiert. Im Rahmen des Max Planck-Harvard Research Center for the Archaeoscience of the Ancient Mediterranean rekonstruiert diese Studie die genetischen Interaktionen der Populationen im Südkaukasus im Laufe der Zeit bis hinunter auf die Ebene der individuellen Mobilität.

  • 5000 Jahre (Un-)Gleichheit im Karpatenbecken
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    5000 Jahre (Un-)Gleichheit im Karpatenbecken

    Die weltweite Verteilung von Wohlstand ist aktuell Gegenstand kontroverser Diskussionen. Vor diesem Hintergrund untersuchen Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften intensiv, wie soziale Hierarchien in menschlichen Gemeinschaften entstehen und wo diese Prozesse ihre Ursprünge haben.

  • Muss die Stadtgeschichte von Rietberg neu gedacht werden?
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    Muss die Stadtgeschichte von Rietberg neu gedacht werden?

    Bei einem Neubauvorhaben im Klingenhagen in Rietberg (Kreis Gütersloh) stieß ein Grabungsteam auf Überreste aus der Entstehungszeit der mittelalterlichen Stadt. Die neuen Entdeckungen lassen die im 13. Jahrhundert angenommene Gründung in einem neuen Licht erscheinen. In den kommenden Wochen nehmen Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sämtliche Spuren unter die Lupe, bevor die Spuren für einen Neubau weichen werden.

  • Flip-Flops zum Bikini? Ein neues Mosaik in der römischen Villa del Casale
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    Flip-Flops zum Bikini? Ein neues Mosaik in der römischen Villa del Casale

    Im Rahmen der vierten Summer School ArchLabs ( Archäologisches Erbe im spätantiken und byzantinischen Sizilien ) wurde in der Villa Romana del Casale in Piazza Armerina auf Sizilien ein interessantes Mosaik aufgedeckt. Es zeigt zwei Sandalen, deren Ähnlichkeit mit modernen Flip-Flops die Forscher überraschte.

  • Neue Domus de Janas in Sant'Andrea Priu auf Sardinien entdeckt
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    Neue Domus de Janas in Sant'Andrea Priu auf Sardinien entdeckt

    Kürzlich wurden bei archäologischen Ausgrabungen in Sant'Andrea Priu drei neue Domus de Janas freigelegt. Damit stieg die Gesamtzahl an dieser Stätte auf zwanzig und unser Verständnis neolithischer Bestattungspraktiken sowie der langfristigen kulturellen Nutzung bis in die Römerzeit wurde erweitert.

Juli 2025

  • Eis-Mumie enthüllt prähistorische Tattoo-Kunst
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    Eis-Mumie enthüllt prähistorische Tattoo-Kunst

    Erstmals hat ein internationales Forschungsteam Tätowierungen auf einer mehr als 2000 Jahre alten Eis-Mumie mittels hochauflösender digitaler Bildgebung untersucht. Die Mumie stammt aus der sibirischen Pazyryk-Kultur und war im Permafrost der Altai-Region bestattet, was die aussergewöhnliche Erhaltung der tätowierten Haut ermöglichte.

  • Neue Untersuchungen der historisch-maritimen Landschaft des  ehemaligen Handelshafens Búðir auf Island
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    Neue Untersuchungen der historisch-maritimen Landschaft des ehemaligen Handelshafens Búðir auf Island

    Eine Gruppe von Archäologen aus Island, von der Flinders University in Australien und vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte hat Anfang Juli 2025 neue Untersuchungen der historisch-maritimen Landschaft des ehemaligen Handelshafens Búðir auf Island und seiner Umgebung vorgenommen. Eine Vielzahl historischer Quellen und auch mündlicher Überlieferungen belegen, dass dort und in dem nahe gelegenen Außenposten Frambuðir einst bedeutende Fischerei- und Handelsaktivitäten stattfanden.

  • Neue Forschungen zum Nonnenkloster im Piepenbachtal: eine exklusive Luftheizung
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    Neue Forschungen zum Nonnenkloster im Piepenbachtal: eine exklusive Luftheizung

    Auf dem Gelände des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) haben Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine sogenannte Steinspeicher-Luftheizung aus dem 15. Jahrhundert gefunden. "Das ist ein für diese Zeit technisch wie handwerklich anspruchsvolles System", so LWL-Archäologe Wolfram Essling-Wintzer. Daneben stießen die Forschenden auch auf Gräber und Teile eines Kreuzgangs. Die LWL-Archäologie für Westfalen hatte im Juli 2024 eine Forschungsgrabung begonnen. Gegenstand des Interesses ist nicht das heutige Museum und frühere, ab 1452 von den Augustiner-Chorherren errichtete Kloster am Südhang des Piepenbachtals. Vielmehr geht es um das noch ältere Nonnenkloster im Tal.

  • KI-Projekt soll verkohlte Papyrus-Rollen lesbar machen
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    KI-Projekt soll verkohlte Papyrus-Rollen lesbar machen

    Dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus fiel auch eine einzigartige Sammlung von Papyrusrollen zum Opfer. Im 18. Jahrhundert wurden sie wiederentdeckt; die verkohlten und miteinander verklebten Schriften sind jedoch bis heute größtenteils unlesbar. Ein internationales Projekt unter Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) will das nun ändern: Durch die Kombination und Weiterentwicklung modernster Techniken wollen die Forschenden die Aufzeichnungen rekonstruieren. Dabei sollen auch KI-Algorithmen zum Einsatz kommen.

  • Erforschung der ältesten archäologischen Fundplätze Baden-Württembergs
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    Erforschung der ältesten archäologischen Fundplätze Baden-Württembergs

    Die derzeit ältesten archäologischen Fundplätze Südwestdeutschlands finden sich in Travertin-Formationen im Stuttgarter Raum (Bad Cannstatt und Münster). Für deren Erforschung erhält das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Förderung in Höhe von rund 400.000 Euro.

  • Schriftrollen aus buddhistischem Schrein virtuell entrollt
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    Schriftrollen aus buddhistischem Schrein virtuell entrollt

    In der mongolischen Sammlung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin befindet sich ein einzigartiger Gungervaa-Schrein. Der Schrein enthält auch drei kleine Röllchen aus eng gewickelten langen Streifen, die in Seide gewickelt und verklebt sind. Ein Team am HZB konnte die Schrift auf den Streifen teilweise sichtbar machen, ohne die Röllchen durch Aufwickeln zu beschädigen.

  • Archäologische Entdeckungen auf einer Windradbaustelle bei Borgentreich
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    Archäologische Entdeckungen auf einer Windradbaustelle bei Borgentreich

    Bevor die Bauarbeiten für eine neue Windenergieanlage bei Borgentreich (Kreis Höxter) begannen, hat ein Grabungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) dort eine eisenzeitliche Siedlung entdeckt. Die Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen fanden zwei Keramikgefäße und Spuren von Hauspfosten. Die Spuren, die für den Neubau weichen müssen, reichen weit über 2.000 Jahre zurück.

  • Untersuchung eines bedeutenden Altbergbaus mit archäologischen Ausgrabungen im Ruhrgebiet
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    Untersuchung eines bedeutenden Altbergbaus mit archäologischen Ausgrabungen im Ruhrgebiet

    In einem Wald in Sprockhövel-Haßlinghausen (Ennepe-Ruhr-Kreis) wird derzeit ein archäologisches Forschungsprojekt zum frühen Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet abgeschlossen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), des Deutschen Bergbau-Museums Bochum sowie des GeoPark Ruhrgebiet e.V. untersuchen einen bedeutenden Altbergbau mit archäologischen Ausgrabungen.

  • Ausgrabungen in Wolmirstedt belegen Siedlung der späten Bronzezeit
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    Ausgrabungen in Wolmirstedt belegen Siedlung der späten Bronzezeit

    Seit Anfang Juni 2025 finden in enger Abstimmung mit der Stadt Wolmirstedt im Vorfeld des Baus des neuen Sportstadions archäologische Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt statt. Die archäologischen Arbeiten auf einer Fläche von ungefähr 21.000 Quadratmetern am westlichen Ortsrand von Wolmirstedt werden parallel zu Geländenivellierungen durchgeführt, die für den Bau der Sportanlage erforderlich sind. Die bisher dokumentierten Ergebnisse belegen, dass sich hier in der späten Bronzezeit eine ausgedehnte Siedlung befand.

  • Legionslager Vindonissa: neue Kenntnisse zum Umland
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    Legionslager Vindonissa: neue Kenntnisse zum Umland

    Im Vorfeld einer großen Überbauung führte die Kantonsarchäologie Aargau von Anfang April 2024 bis Ende Mai 2025 eine Rettungsgrabung durch, um die römischen Überreste im "Steinacher" südlich der Limmat in Gebenstorf zu dokumentieren. Die römischen Ruinen waren außerordentlich gut erhalten und belegen mehrere Großbauten, die in engem Verhältnis zum Legionslager Vindonissa standen.

  • Fast 1.900 Jahre alte Siedlung in Bielefeld-Sieker entdeckt
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    Fast 1.900 Jahre alte Siedlung in Bielefeld-Sieker entdeckt

    Im Vorfeld eines Schulneubaus haben Fachleute eines Grabungsteams in Bielefeld-Sieker mehrere fast 1.900 Jahre alte Hausgrundrisse einer ausgedehnten Siedlung des 2. bis 5. Jahrhunderts entdeckt. Die Häuser waren Teil der größten Siedlung der Römischen Kaiserzeit in Westfalen.

  • Grablege der Julie von Voß wiederentdeckt
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    Grablege der Julie von Voß wiederentdeckt

    Am 8. Juli wurde bei Sanierungsarbeiten in der Schlosskirche Buch eine Gruft entdeckt. Mitarbeitende des Landesdenkmalamtes Berlin legten dort die Reste eines reich verzierten Sarges aus dem späten 18. Jahrhundert frei. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befand sich hier die Grablege der Julie von Voß, der zweiten Ehefrau König Friedrich Wilhelms II. von Preußen.

  • Darmstadts ältester Friedhof
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    Darmstadts ältester Friedhof

    Wo heute die belebte Fußgängerzone um die Darmstädter Stadtkirche verläuft, ruhen nur wenige Meter unter dem Pflaster noch immer die hunderte Jahre alte Gebeine der frühen Darmstädterinnen und Darmstädter. Durch die Verlegung neuer Wasser- und Gasleitungen notwendig gewordene Ausgrabungen erlaubten nun einen seltenen Einblick in Darmstadts ältesten bekannten christlichen Friedhof.

  • Alkohol und der Aufstieg komplexer Gesellschaften
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    Alkohol und der Aufstieg komplexer Gesellschaften

    Eine kulturübergreifende Studie untersucht, inwieweit der Wein- und Bierkonsum die Entwicklung menschlicher Gesellschaften begünstigt hat. Seit langem vermuten Forschende, dass Alkohol eine wichtige Rolle bei der Förderung breit angelegter Kooperationen und der Entwicklung komplexer, hierarchischer Gesellschaften gespielt haben könnte.

  • Antikythera: Antikes Schiffsfragment aus der Tiefe gehoben
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    Antikythera: Antikes Schiffsfragment aus der Tiefe gehoben

    Die Grabungskampagne 2025 am Schiffswrack von Antikythera, die vom 23. Mai bis zum 20. Juni durchgeführt wurde, ermöglichte die Bergung mehrerer noch miteinander verbundener Teile des Schiffs. Diese Fundstücke liefern Erkenntnisse zur antiken Schiffsbauweise und werfen ein neues Licht auf die Seefahrt im Mittelmeerraum in der Antike.

  • Weitere seltene Eiszeit-Funde bei Lauda-Königshofen
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    Weitere seltene Eiszeit-Funde bei Lauda-Königshofen

    Auf einer Baustellenfläche des Großprojekts SuedLink im Raum Lauda-Königshofen in Baden-Württemberg sind weitere Knochenfragmente eines Mammuts aufgetaucht. Bereits Ende Mai hatten die Grabungsteams an dieser Stelle einen Mammut-Stoßzahn gefunden.

  • Archäologen entdecken in Caracol das Grab des ersten Mayakönigs der antiken Metropole
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    Archäologen entdecken in Caracol das Grab des ersten Mayakönigs der antiken Metropole

    Archäologen der University of Houston haben in Caracol im mittelamerikanischen Belize das Grab von Te K'ab Chaak entdeckt, dem ersten Herrscher dieser alten Maya-Stadt und Gründer ihrer Königsdynastie. Die heute in Ruinen liegende Metropole spielte eine wichtige politische Rolle in der Maya-Geschichte und beherrschte von 560 bis 680 n. Chr. den südlichen Teil der Halbinsel Yucatán, bevor sie um 900 n. Chr. aufgegeben wurde.

  • Herausragende Bestattungen der Schnurkeramik mit tierzahnbesetzten Taschen entdeckt
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    Herausragende Bestattungen der Schnurkeramik mit tierzahnbesetzten Taschen entdeckt

    Im Vorfeld des Baus der Gleichstromverbindung SuedOstLink finden derzeit in enger Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz archäologische Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. An verschiedenen Stellen entlang des Trassenverlaufs ermöglichen diese Einblicke bedeutende, mitunter überraschende neue Erkenntnisse zur Nutzungsgeschichte der seit Jahrtausenden besiedelten Kulturlandschaft zwischen Wolmirstedt und der südlichen Landesgrenze bei Droyßig.

  • Verlorenes Erbe: Mittelalterliche Synagoge in Rothenburg wiederentdeckt
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    Verlorenes Erbe: Mittelalterliche Synagoge in Rothenburg wiederentdeckt

    Im Herzen der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber kommt ein lange verloren geglaubtes Kapitel jüdischer Geschichte ans Licht: Archäologische Grabungen haben die Fundamente der ersten Synagoge der Stadt aus dem Mittelalter freigelegt und belegen Rothenburgs einstige Rolle als Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit in Süddeutschland.

  • Interdisziplinäre Forschung bringt neue Erkenntnisse zum Danewerk
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    Interdisziplinäre Forschung bringt neue Erkenntnisse zum Danewerk

    Im Vorfeld der geplanten Wiedervernässung der Dannewerker Niederung führte das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität Kiel in den Jahren 2024 und 2025 umfassende Untersuchungen durch. Ziel war es, mögliche Auswirkungen auf archäologische Strukturen zu bewerten und bislang unbekannte Holzbauten im Bereich des ehemaligen Dannewerker Sees zu finden.

  • Bahnbrechender Fund: Neandertaler betrieben bereits vor 125.000 Jahren „Fettfabriken“
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    Bahnbrechender Fund: Neandertaler betrieben bereits vor 125.000 Jahren „Fettfabriken“

    Der Fundort Neumark-Nord 2 in Mitteldeutschland liefert die Beweise: Die dortigen Überreste stammen aus einer Warmzeit vor rund 125.000 Jahren, in der das Klima ähnlich war wie heute. Die Fundstelle lag inmitten einer Seenlandschaft. Die Forschenden fanden nun heraus, dass Neandertaler dort nicht nur Knochen aufbrachen, um an das Mark zu gelangen, sondern die Knochen großer Säugetiere in kleinste Fragmente zerschlugen, um daraus durch Erhitzen in Wasser energiereiches Knochenfett zu gewinnen. Diese Entdeckung verändert unser Verständnis von den Ernährungsstrategien der Neandertaler grundlegend und verschiebt den Beginn solch komplexer und arbeitsintensiver Ressourcenverwertung um Zehntausende von Jahren weiter zurück in die Vergangenheit. Die Ergebnisse der Forschung wurden in einer archäologischen Studie in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Heft 4/2025: Marc Aurel
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