Beatus Petrus apostolus in successoribus suis quod accepit, hoc tradiditBeobachtungen zum Traditionsbegriff in den ältesten Papstbriefen

Zusammenfassung / Summary

Vor dem Hintergrund der zentralen Bedeutung des Begriffs der Überlieferung in der Alten Kirche stellt sich die Frage, wie vor allem die Päpste sich in dieser Hinsicht verhalten haben. Ihre ältesten Briefe zeigen, dass sie sich einerseits allgemein auf die Väter, andererseits speziell auf ihren Vorgänger Petrus berufen haben. Zwar muss die Frage offen bleiben, ob ihre allgemeine Berufung letztlich Petrus meint. Dass aber solche Berufung speziell auf Petrus schon in frühester Zeit erfolgte, zeigt das berühmte Diktum Papst Stephans im Ketzertaufstreit Nihil innovetur nisi quod traditum est. Das bedeutet: Nicht nur die den Päpsten anvertraute Macht, auch die ihnen in der Nachfolge Petri ‚überlieferte‘ Wahrheit, also eine privilegierte Tradition, liegt ihrem Primatsbewusstsein zu Grunde.  

Given the central importance the early church placed on the concept of tradition, the question arises, how did the popes in particular deal with this topic. The earliest papal letters reveal that they invoke the church fathers in general and their predecessor, Peter the Apostle, in particular. The question remains, however, whether by invoking the church fathers, they were in effect invoking Peter. Consider the famous dictum by Pope Stephen during the Rebaptism controversy – Nihil innovetur nisi quod traditum est. This shows that such an invocation has already been directed at Peter in earliest times. This means that not only the power that the popes are endowed with, but also the truth that has been transmitted to them in their role as successors of Peter, which is a privileged tradition, are the basis of their awareness of Papal supremacy.

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