Die Päpste Pius XI. und Pius XII. erließen zahlreiche lehramtliche Dokumente: von einer Enzyklika über die Ehe- und Sexualmoral bis hin zum Mariendogma von 1950. Doch wer verfasste sie eigentlich? Wie entsteht ein Dogma und wie erfolgt die Inszenierung einer unfehlbaren Verkündigung durch den Papst? Und: Kann sich katholische Glaubenslehre entwickeln oder gar korrigiert werden? Neue Aktenfunde erlauben einen Blick auf den Schreibtisch eines Ghostwriters: des Jesuiten Franz Hürth. Unerwartet eröffnen sich historisch fundierte Optionen für die aktuelle Reformdiskussion in der katholischen Kirche.
Matthias Daufratshofer
Historiker
Matthias Daufratshofer wurde 1987 geboren und ist Juniorprofessor für Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Bistumsgeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn. Studium der Theologie und Lateinischen Philologie in München, Promotion 2020 in Münster. Seit 2022 ist er stellvertreten der Projektleiter im DFG-Langzeitprojekt „Kritische Online-Edition der Tagebücher von Michael Kardinal von Faulhaber (1911–1952)“.
Geschichte der Päpste seit 1800
Jörg Ernesti
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