Heft 3/2019März

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

der diesjährige Weltgebetstag fällt genau auf das sogenannte „Närrische Wochenende“; man darf gespannt sein, wie viele Frauen und vielleicht auch Männer sich dennoch zum gemeinsamen Beten, Singen und Essen zusammenfinden werden.

„Kommt, alles ist bereit!“ – uns erinnert dieser Satz, der als Motto über dem Weltgebetstag aus Slowenien steht, an die Aufforderungsgeste beim Abendmahl: „Kommt, denn es ist alles bereit!“ Wie in der Bibelstelle Lukas 14, 13 – 24 haben die slowenischen Frauen den „Tisch für den Weltgebetstag reichlich gedeckt“. Er bietet Platz für alle – auch für die Flüchtlingsfrau mit dem Kleinkind auf dem Arm, das blinde Mädchen, den gehörlosen Jungen und die junge behinderte Frau … Sie laden uns dazu ein, auch unsere Tische vorzubereiten, uns zu öffnen für ein vorbehaltloses Miteinander.

Der Weltgebetstag in Slowenien ist noch sehr jung. Erst 2001 feierten die ersten Gemeinden den Gottesdienst. Seit 2003 hat sich ein engagiertes Team im gesamten Land vernetzt. An den Vorbereitungen ihres Festes 2019 haben sich mehr als zwei Dutzend ehrenamtliche Pfarrerinnen, Ordensschwestern, Laiinnen und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft beteiligt.

Dem WGT-Komitee ist es ein Anliegen, dass der Aufruf der slowenischen Frauen weitergeht und auch von uns weitergetragen wird. Es sollte nicht bei ein paar Stunden am 1. März bleiben. Dazu schreiben sie: „Die Einladung geht weiter! Es gibt viele Möglichkeiten, die Einladung der slowenischen Frauen und des Bibeltextes weiterzugeben: miteinander im Chor singen, eine große Tafel vorbereiten, für andere kochen, einfach nur gemeinsam essen, eine Benefizveranstaltung oder einen Filmabend machen. Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe ja ein Seniorenheim, einen Kindergarten, eine Behindertenwerkstatt oder einzelne Personen, die Sie gerne persönlich einladen möchten. Damit wir gemeinsam an einem Tisch sitzen und so Gottes großzügige Einladung schon heute Wirklichkeit wird.“

Ich denke, das sind Anregungen, die auch in unserer großen LEBENSSPUREN-Gemeinschaft ganz unterschiedlich und mit Phantasie und Kreativität umgesetzt werden können. Ich weiß, dass viele LEBENSSPUREN-Gruppen (früher FRAU UND MUTTER-Treffen) in dieser Weise ihre Arbeit gestalten und sehr sensibel für die Nöte und Bedürfnisse der Mitwelt sich einsetzen.

Sollten Sie nicht an einem WGT-Abend teilnehmen können, aber diese Arbeit und das Projekt in Slowenien unterstützen wollen, dann dürfen Sie mit dem Kennwort WGT-Slowenien ihren Beitrag auf unser Spendenkonto überweisen; wir werden die Gesamtsumme dann dem WGT zukommen lassen.

AK LEBENSSPUREN – R. Kuntz-Veit
DE20 6145 0050 1000 2686 69
BIC: OASPDE6AXXX

Das Projekt fördert unter anderem die Organisation Kljuc („Schlüssel“), eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen suchen gemeinsam mit den Frauen Wege aus Abhängigkeit und Zwangsprostitution. Dabei werden psychosoziale Beratung und berufsbildende Kurse kombiniert, um Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt zu begleiten.

Ich denke, das ist jeden Euro wert und sollte von uns tatkräftig unterstützt werden. So grüße ich Sie ganz herzlich aus der Redaktion – vielleicht spüren sie schon den Frühling und entdecken die erste bunte Vielfalt in den Gärten und in der Natur.

In Verbundenheit und mit Segenswünschen, Ihre Redaktion Lebensspuren