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Anzeige: Von Lastern und Tugenden

Nr. 4/2022

Inhalt

Nähe und Distanz werden oft zurecht im gleichen Atemzug genannt. Wo nur Nähe ist, wird der andere vereinnahmt. Sein Geheimnis wird nicht gewahrt. Wo nur Distanz ist, haben wir uns nichts mehr zu sagen. Das Geheimnis des anderen wird nicht einmal wahrgenommen.

Nähe und Distanz erfahren wir auch in der Beziehung mit Gott. Gott ist uns nahe, aber er vereinnahmt uns nicht und er lässt sich nicht vereinnahmen. Die erfahrene Nähe freut uns, die erfahrene Distanz kann schmerzen.

Alles Gesagte gilt auch für unseren Umgang mit den Heiligen. Durch die Art und Weise der uns gewohnten Darstellungen wird mehr die Distanz zum Ausdruck gebracht als die Nähe. In jeder Nummer dieser Zeitschrift wird seit der letzten Oktobernummer mit dem Illustrator Daniel Lienhard ein anderer Weg gewagt: Heiligenfiguren werden heruntergenommen und in unseren Alltag gestellt. Sie sind uns plötzlich nahe. Diesmal ist es der heilige Benedetto di Palermo, der Schutzpatron von Palermo. Er ist es übrigens, der den Künstler auf die Idee gebracht hat, uns die Heiligen näherzubringen.

Wenn von Nähe die Rede ist, so in der richtigen Balance mit Distanz. Das ist eine große Herausforderung – die verschiedenen Artikel in dieser Nummer wollen uns dabei unterstützen.

Inhalt:

DAS THEMA: Innerlicher als mein Innerstes 

IM WORTLAUT: Licht in dunklen Stunden

RÖMISCHE NOTIZEN: Dem Papst begegnen

E-MAIL AN DEN PAPST: Meinst Du es ernst?

WORT FÜR DEN WEG: Friede - nicht nur im Himmel