Nr. 9/2018

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Der November ist ein grauer Monat. Das passt zu unserem Thema: die Missbrauchsskandale in der Kirche. Zwar sind die meisten Missbrauchstäter in unseren Gesellschaften keine Priester – aber diese Statistik hilft nicht. Denn wenn es Priester sind, die so etwas tun, dann reißt das besonders tiefe Wunden.

„Niemand erwartet, dass sich diese schmerzhafte Situation schnell lösen lässt“, schrieb Benedikt XVI. vor acht Jahren in einem Brief zum Thema Missbrauch an die irische Kirche. Benedikt zählte damals eine ganze Reihe von Faktoren auf, die Missbrauchsfälle möglich gemacht haben. Es müsse „dringend gehandelt werden, um diese Faktoren anzugehen“. Das „Licht des Evangeliums“ sei durch die Skandale „dermaßen verdunkelt, wie es nicht einmal in Jahrhunderten der Verfolgung geschehen ist“. Einen „Weg der Heilung, der Erneuerung und der Wiedergutmachung“ schlug er vor. Sein Nachfolger Franziskus pflichtet ihm bei. Und er macht klar: Diesen Weg müssen nicht nur einige Kirchenverantwortliche gehen, sondern wir alle – das ganze Volk Gottes.

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DAS THEMA: Die Kleinen alleingelassen

IM WORTLAUT: Schönes Leben?

RÖMISCHE NOTIZEN: Gegen den Missbrauch

HEILIGER DES MONATS: Niels Stensen

WORT FÜR DEN WEG: Über das Himmelreich