Eucharistiefeier

In der Eucharistiefeier feiert die katholische Kirche das Gedächtnis des Leidens, der Auferstehung und der Wiederkunft Jesu Christi, bei dem er in den eucharistische Gaben von Brot und Wein dauerhaft gegenwärtig wird. Vor allem die sonntägliche Eucharistiefeier gilt als „Quelle und Höhepunkt“ des gesamten christlichen Lebens und bildet als wöchentliche Feier der Auferstehung das lebendige Herzstück, das die Kirche im Innersten zusammenhält und stärkt (vgl. LG 11). Sein biblisches Fundament hat das Sakrament der Eucharistie (griech. eucharistía = Danksagung) in der Feier des letzten Mahles Jesu mit seinen Jüngern. Dort teilte er Brot und Wein als Zeichen sein bevorstehenden Erlösungsopfers am Kreuz und trug seinen Jüngern auf: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22,19; 1 Kor 11,24–25).

Jede Eucharistiefeier (nach ihrem lateinischen Entlassruf „Ite, missa est“ auch „Messfeier“ oder „Heilige Messe“ genannt) gliedert sich in einen Wortgottesdienstteil und einen Eucharistieteil; beide bilden eine untrennbare Einheit (vgl. SC 56). Im Eucharistischen Hochgebet dankt die Kirche Gott für sein Heilshandeln und bittet in der Epiklese um die Sendung des Heiligen Geistes über Brot und Wein sowie über die Gemeinde. Nach katholischem Glauben werden die eucharistischen Gaben in Leib und Blut Christi gewandelt, während ihre äußeren Eigenschaften unverändert bleiben. Die Kommunion ist daher mehr als der Empfang einer heiligen Speise: In ihr schenkt sich Christus selbst den Gläubigen und verbindet sie zugleich untereinander.

Die Gegenwart Christi endet nach katholischem Verständnis nicht mit dem Schluss der Eucharistiefeier. Solange die konsekrierten Gestalten von Brot und Wein bestehen, bleibt Christus in ihnen wirklich gegenwärtig. Deshalb werden konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt, Kranken und Sterbenden als Wegzehrung gereicht und in besonderen Gottesdiensten (Eucharistische Anbetung) verehrt.

Manuel Uder, Trier

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