Chor

  1. Bezeichnung für eine Sängergruppe, die den Gottesdienst gesanglich mitgestaltet. Der heutige Kirchenchor geht einerseits auf die Choralschola zurück, die ursprünglich aus Klerikern bestand und die lateinischen Messgesänge vortrug, und andererseits auf die bürgerlichen Chöre des 19. Jh. Neben ihm gibt es in vielen Gemeinden heute außerdem Kinder- und Jugendchöre.
  2. Bereich des Kirchenraumes, in dem im Mittelalter der Klerus, also die Geistlichen oder Ordensleute, das so genannte Chorgebet verrichteten. In Mönchsklöstern und Kathedralen war dies in der Regel der Raum vor dem Hochaltar, dieser wurde entsprechend der Anzahl der Geistlichen bzw. Mönchen verlängert und oft durch eine Erhöhung und einen Lettner vom Hauptschiff der Kirche, in dem sich die Laien aufhielten, getrennt. In Nonnenklöstern befand sich der Chor oft auf einer rückseitigen Empore.
  3. Heute wird der Chor oft mit dem Altarraum gleichgesetzt. Doch auch die rückseitige Empore, auf der neben der Orgel der Kirchenchor Platz finden kann, wird weiterhin als Chor bezeichnet.