Heft 4/2020Schwerpunkt: Mission und Digitalisierung

Inhalt

In diesen besonderen Zeiten von Corona entdecken wir kreative Ansätze des Kirche-Seins und gewinnen Mut, unseren Glauben auf neuen, medialen Wegen zu kommunizieren. Wir werden aus unserer Komfortzone geschubst, weil es derzeit wenige alternative Möglichkeiten gibt, als das gemeinsame Glaubensleben über die sozialen Medien zu teilen.

In diesem Heft zum Thema »Mission und Digitalisierung« wollen die ermutigenden Beispiele unserer Autorinnen und Autoren zeigen: (Soziale) Kommunikation ist Mission. Zu Beginn wirft Marcel Kolvenbach einen Blick zurück auf die deutsche Berichterstattung über (Süd-)Afrika. Er zeigt auf, wie diese unser heutiges verzerrtes Bild von Afrika als dem verlorenen Kontinent prägt. Kolvenbach stellt aber auch fest, dass afrikanische Autorinnen und Autoren zunehmend dieses Narrativ korrigieren. Fabrizio Colombo teilt seine Erfahrungen als Medientrainer und Radiomoderator in Afrika. Er lehrt Seminaristen und Bischöfe den Umgang mit sozialen Medien und zeigt ihnen, wie sie einen persönlicheren Zugang zu den Gläubigen finden. Komplementiert wird dieser Bericht durch ein Interview mit John Mishen, der für Radio Veritas Asia und die Union of Catholic News in Asia, eine der größten Nachrichtenagenturen der katholischen Kirche Asiens, tätig war. Er erläutert, wie die digitalen Angebote konzipiert werden müssen, damit sich Menschen angesprochen und zur Kirche zugehörig fühlen.

Aus deutscher Perspektive reflektiert Wolfgang Beck, Leiter des Medienstudienprogramms in Frankfurt am Main, inwiefern die sozialen Medien als Form der Beziehungspflege dienen können. Statt einer Kommunikation von oben nach unten erlauben sie einen horizontalen Austausch auf Augenhöhe. Als Absolventin des Frankfurter Medienstudiums stellt Lisa Quarch schließlich ihren religiösen Podcast Deepshittalk vor, der sich mit den »großen Fragen des Lebens« beschäftigt. Darüber hinaus beschreibt sie die Arbeit des Instagramprojekts »[fAk] – dein feministisches Andachskollektiv«.