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Kurztext

Gegründet 1945 vom Pastoraltheologen Prof. Franz Xaver von Hornstein als ANIMA. Vierteljahreszeitschrift für Praktische Theologie: (Hg. Seelsorgeinstitut Universität Freiburg/CH, Walter-Verlag, Olten). Seit 1966 als Diakonia im Gemeinschaftsverlag Walter & Grünewald (ab 1968 Grünewald)

Die 2. Wurzel wurde 1925 in Wien durch eine Gruppe fortschrittlicher Priester in Wien gegründet: "DER SEELSORGER: Monatszeitschrift für zeitgemäße Homiletik, liturgische Bewegung und seelsorgliche Praxis." (Hg. vom Wiener Seelsorgeinstitut, Verlag Herder).
Ab 1938 verboten - Wiederaufnahme 1945 mit dem neuen Untertitel "Monatszeitschrift für alle Bereiche priesterlicher Reich-Gottes-Arbeit" durch Karl Rudolf.
Seit 1965 unter der Chefredaktion des Laientheologen Dr. Helmut Erharter mit dem Untertitel "Zweimonatsschrift für Praxis und Theorie des kirchlichen Dienstes".

1970 Fusion zu "Diakonia/Der Seelsorger. Internationale Zeitschrift für praktische Theologie" (als Gemeinschaftsprodukt der Verlage Herder und Grünewald. Seit Heft 4/2006 in alleiniger Verantwortung des Verlags Herder).
1972 Namensänderung: Diakonia. Internationale Zeitschrift für die Praxis der Kirche

"... da dieser Titel wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt, daß das Volk Gottes und insbesondere das Wirken der Presbyter und Bischöfe, Diakone und Pastoralreferenten, Theologen und Lehrer und aller anderen "ministri" nicht Selbstzweck ist, sondern Dienst an den Menschen in ihrer jeweiligen Situation; an ihrem Glauben und ihrer Freude, an ihrer Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Hoffnung." (Wort der Redaktion, Heft 1, 1972)

Mitglieder der Redaktion waren Otto Mauer (bis 1973), Wilhelm Zauner (1975-1995), Ferdinand Klostermann (bis 1978), Bernhard Honsel (1976-1994), Maria Bührer (bis 1983), Alois Müller (bis 1983), Heinz Schuster (bis 1986), Günter Biemer (bis 1994), Norbert Greinacher (bis 1996), Frank Richter (1996-1999), Helmut Erharter (bis 1999, Chefredakteur bis 1998), Markus Schlagnitweit (1995-2005), Norbert Mette (1988-2006), Veronika Prüller-Jagenteufel (seit 1997 Mitglied; 1999-2010 Chefredakteurin), Leo Karrer (1983-2010), Marie-Louise Gubler (1984-2010), Peter F. Schmid (1986-2010), Martina Blasberg-Kuhnke (1988-2010), Pirmin Spiegel (2006-2010) und Franz Weber (bis 2010).

Langtext

Ihre Geschichte reicht aber über das Datum des Jahrgangs 1, 1970, weit zurück und zwar in zwei Wurzelsträngen: Ein Ursprung ist die 1945 gegründete Zeitschrift „ANIMA. Vierteljahreszeitschrift für Praktische Theologie.“, begründet und lange Zeit als Schriftleiter geprägt von dem Pastoraltheologen Prof. Franz Xaver von Hornstein (Basel, später Freiburg/Schweiz) und herausgegeben vom Seelsorgeinstitut der Universität Freiburg/Schweiz, verlagsmäßig herausgegeben vom Walter-Verlag, Olten.

Die ersten Hefttitel waren:

  • "Das Gewissen und seine Rolle im Rahmen der Seelsorge"
  • "Bibel als Lehrbuch der Pastoral"
  • "Eschatologie in der Pastoral"
  • "Leitung - Apostolat - Zeugnis"

Ab 1966 wurde die Zeitschrift vom Gemeinschaftsverlag Walter und Grünewald betreut, ab 1968 war Grünewald Alleinverleger. Mit dem Jahr 1966 wechselte der Namen: Der 21. Band von "Anima" erschien nun als erster Jahrgang unter der neuen Bezeichnung "Diakonia".

"Nicht nur seinen eigenen apostolischen Auftrag nennt Paulus stets Dienst, Diakonia, sondern was immer in den Gemeinden zum Segen aller vom Geist gewirkt hat. [...] Darin wird durch den Titel Diakonia nicht nur alles kirchliche Wirken und Dasein ins Blickfeld gestellt, sondern auch ein jeder angesprochen, der sich der gemeinsamen Sendung der Kirche durch den Geist verpflichtet weiß." (Heft 1 (1966) 1)

Der zweite Wurzelstrang reicht noch weiter zurück: Zweiter Ursprung von Diakonia ist die bereits 1925 in Wien gegründete Zeitschrift: "Der Seelsorger: Monatszeitschrift für zeitgemäße Homiletik, liturgische Bewegung und seelsorgliche Praxis". Sie wurde vom Verlag Herder betreut und vom Wiener Seelsorgeinstitut herausgegeben. Inhaltlich verantwortlich war eine Gruppe fortschrittlicher Priester: Karl Handlos, Pius Parsch, Michael Pfliegler und Karl Rudolf u.a. "Der Seelsorger" wurde ein wichtiges Sprachrohr für die kirchlichen Bewegungen der Zwischenkriegszeit. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland wurde die Zeitschrift 1938 verboten.

Im Herbst 1945 konnte Karl Rudolf, damals Seelsorgeamtsleiter in Wien, den Faden wieder aufnehmen. Neuer Untertitel wurde "Monatszeitschrift für alle Bereiche priesterlicher Reich-Gottes-Arbeit". Die herausgeberische Verantwortung lag bei Karl Rudolf, weiterhin erschien "Der Seelsorger" im Verlag Herder.

1965 wurde erstmals ein Laientheologe, Dr. Helmut Erharter, Chefredakteur. Zugleich wurde die Zeitschrift neu konzipiert, was sich auch im veränderten Untertitel ausdrückte: "Zweimonatsschrift für Praxis und Theorie des kirchlichen Dienstes".

1970 wurden nun beide Zeitschriften, die aus der "Anima" hervorgegangene "Diakonia" und "Der Seelsorger", fusioniert und erschienen als ein Gemeinschaftsprodukt der beiden Verlage Herder und Grünewald. Die neue Zeitschrift hieß nun "Diakonia/Der Seelsorger. Internationale Zeitschrift für praktische Theologie" und hatte unter dem Chefredakteur Helmut Erharter (bis 1998, Redaktionsmitglied bis 1999) nun auch ein verändertes, aus beiden früheren ausgewähltes Herausgeberteam. Die Namen der Herausgebergruppe lauten: Maria Bührer (bis 1983), Norbert Greinacher (bis 1996), Ferdinand Klostermann (bis 1978), Heinz Schuster (bis 1986), Günter Biemer (bis 1994), Alois Müller (bis 1983), Otto Mauer (bis 1973), Albert Höfer.

Das erste Heft dieses Jahrgangs 1970 beginnt bezeichnenderweise mit einem Beitrag von Norbert Greinacher zu dem Thema: Mit Konflikten in der Kirche leben. Er schreibt: "An der Schwelle des neuen Jahrzehnts ist es sinnvoll zu fragen, wie es mit der katholischen Kirche in unseren Breitengraden weitergehen wird. Ohne hellseherische Gabe wird man aufgrund der heutigen Situation und der Tendenzen, die sich abzeichnen, sagen können: Wir werden mit Konflikten in der Kirche zu leben haben" (Heft 1 (1970) 1-3, 1). Das Heft 2 bringt dann bereits ein konfliktträchtiges Thema: "Die Chancen der Laientheologen".

1972 wurde dann noch der Name geändert. Seit damals trägt sie den Titel "Diakonia. Internationale Zeitschrift für die Praxis der Kirche".

Im Wort der Redaktion (Heft 1, 1972) begründet die Redaktion die Entscheidung für den Namen Diakonia so: "... da dieser Titel wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt, daß das Volk Gottes und insbesondere das Wirken der Presbyter und Bischöfe, Diakone und Pastoralreferenten, Theologen und Lehrer und aller anderen 'ministri' nicht Selbstzweck ist, sondern Dienst an den Menschen in ihrer jeweiligen Situation, an ihrem Glauben und ihrer Freude, an ihrer Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Hoffnung." Im Blickpunkt steht seither auch nicht die praktische Theologie als Disziplin, sondern die gesamte kirchliche Praxis, der durch Reflexion und Austausch gedient werden soll.

Seit 1970 hat sich zwar nicht die Intention von Diakonia verändert, sehr wohl aber die Redaktion.

Mitglieder der Redaktion waren Otto Mauer (bis 1973), Wilhelm Zauner (1975-1995), Ferdinand Klostermann (bis 1978), Bernhard Honsel (1976-1994), Maria Bührer (bis 1983), Alois Müller (bis 1983), Heinz Schuster (bis 1986), Günter Biemer (bis 1994), Norbert Greinacher (bis 1996), Frank Richter (1996-1999), Helmut Erharter (bis 1999, Chefredakteur bis 1998), Markus Schlagnitweit (1995-2005), Norbert Mette (1988-2006), Veronika Prüller-Jagenteufel (seit 1997 Mitglied; 1999-2010 Chefredakteurin), Leo Karrer (1983-2010), Marie-Louise Gubler (1984-2010), Peter F. Schmid (1986-2010), Martina Blasberg-Kuhnke (1988-2010), Pirmin Spiegel (2006-2010) und Franz Weber (bis 2010).