Der Beitrag untersucht die implizite Umwelt- und Technikphilosophie der KI-Enzyklika Magnifica humanitas und ordnet die Enzyklika in die gegenwärtigen philosophischen und ethischen Debatten ein. Dazu werden das Verhältnis von Mensch und Technik, die Bedeutung des Körpers, der Anthropozentrismus und das Verhältnis zur Umwelt beleuchtet. Es stellt sich heraus, dass die Enzyklika, obgleich sie aufgeschlossen und differenziert argumentiert, einer Zentralstellung des Menschen verhaftet bleibt und unzureichend an gegenwärtige ethische Debatten zu Umwelt und Technik anknüpft. Anschließend werden das Verhältnis der Enzyklika zum Transhumanismus, die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Anthropic und Machtfragen kritisch unter die Lupe genommen. Der Beitrag schließt mit einer kurzen Einschätzung, inwieweit die Enzyklika für Theologie und Kirche Wegweiser in künftigen KI-Fragen sein kann.
Amosinternational, Magnifica humanitas, 11-15