Anzeige: Evangelium bis an die Ränder. Die programmatischen Schriften von Papst Franziskus – eine theologische Würdigung. Hg: Jochen Sautermeister, Josef Sayer
Archiv "Stimmen der Zeit" vollständig digitalisiert: Alle Inhalte bis 2010 frei zugänglich

Archiv "Stimmen der Zeit" vollständig digitalisiertAlle Inhalte bis 2010 frei zugänglich

Die Universität Tübingen schließt eine große Lücke im digitalen Archiv der "Stimmen der Zeit". Mit Unterstützung der DFG stehen nun sämtliche Beiträge bis 2009 über die Bibliothek frei zur Verfügung. Inhalte ab 2010 bleiben Abonnenten vorbehalten.

Außerdem aktuell

Artikel

  • Gratis Heft 4/2026: April S. 243-253

    Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?Phänomene menschlicher Selbstzerstörung

    Mündet die expansive Moderne in eine ökologische und militärische Selbstzerstörung? Ist der Mensch überhaupt verantwortungs- und friedensfähig oder liefert er sich durch die Fortschritte in Wissenschaft und Technik selbst ans Messer? Die Autoren suchen nach Wegen aus krisenhaften Szenarios, die sich in unserer Zeit abzeichnen. Markus Vogt ist Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München. Barbara Schellhammer ist Professorin für „Intercultural Social Transformation“ an der Hochschule für Philosophie in München und leitet das dort ansässige Zentrum für Globale Fragen.

  • Plus Heft 4/2026: April S. 289-297

    BirthstrikeGewollte Kinderlosigkeit aus Klimaschutzgründen

    Frauen treten in einen Gebärstreik und führen als Teil der sogenannten „Eco-Moms“ Klimaschutzgründe dafür an. Die Autorin beurteilt die Bewegung aus ökofeministischer Perspektive. Kerstin Schlögl-Flierl ist Professorin für Moraltheologie an der Universität Augsburg, Mitglied im Deutschen Ethikrat und korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.

  • Gratis Heft 3/2026: März S. 197-206

    Friede im Nahen Osten

    Gibt es Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten? Wo stehen vor allem die Christen in der so diffusen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lage? Gabriel Khairallah SJ, Dozent an der Universität Saint-Joseph in Beirut und am Institut d’Études Politiques in Paris, beschreibt die Hoffnung, auch wenn es weiterhin zahlreiche Friedensinitiativen gibt, für die Christen und für alle Menschen des Nahen Ostens als bleibend fragil. Aus dem Französischen von Stefan Kiechle SJ.

  • Plus Heft 3/2026: März S. 227-232

    Remembering Charlie KirkDie Rückkehr des Dualismus von Licht und Dunkel

    Am Zuwachs der populistischen Parteien und Organisationen lässt sich ablesen, wie sehr Menschen sich nach einfachen Antworten sehnen. Licht und Dunkel, Gut und Bö-se, Schwarz und Weiß: Eine unordentliche Welt braucht handhabbare Kategorien. Der am 10. September 2025 ermordete Influencer und Trump-Supporter Charlie Kirk galt vielen evangelikalen und charismatischen Christen in den USA als Leitstern, wie musi-kalische Nachrufe auf ihn zeigen. Angela Reinders, Direktorin der Akademie des Bis-tums Aachen, analysiert einige Zitate Kirks und seiner Unterstützer. Hinter einem ver-einfachenden, dualistischen theologischen Weltbild verbergen sich laut Reinders missbräuchliche Kommunikationsstrukturen.

  • Gratis Heft 2/2026: Februar S. 83-90

    Kirchliche IdeenpolitikWofür stehen die Namen Thomas von Aquin und Immanuel Kant?

    Im November wurde der Philosoph, Autor und Tagespost-Redakteur Sebastian Ostritsch erst zu einem Vortrag über Gottesbeweise an die Hochschule für Philosophie in München eingeladen, nach Protesten insbesondere von Studierenden aber wieder ausgeladen. Die Hochschule begründete ihre Absage damit, dass der akademische Diskurs zum eigentlichen Vortragsthema von anderen Debatten überlagert zu werden drohte. Auf die Absage folgten wiederum Vorwürfe etwa einer „Cancel Culture“. Georg Sans SJ, Studiendekan und Professor für Religions- und Subjektphilosophie an der Hochschule, kommentiert das Geschehen mit Fokus auf die angekündigten Vortragsinhalte: „Thomas von Aquin versus Immanuel Kant“, zwei Namen, die kirchenpolitisch häufig instrumentalisiert werden.

  • Plus Heft 2/2026: Februar S. 91-101

    Umdeutungen der Religionsfreiheit durch RechtsaußenDas Fallbeispiel AfD

    Bernd Hirschberger arbeitet als Referent für Menschenrechte bei der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Katja Voges ist als Referentin für Menschenrechte und Religionsfreiheit beim Internationalen katholischen Hilfswerk „missio Aachen“ tätig. Der Beitrag geht auf ein Kapitel aus dem englischsprachigen Buch der beiden Autoren, „Religious Freedom and Populism. The Appropriation of a Human Right and How to Counter It“, zurück, das im transcript-Verlag erschien. Für die Stimmen der Zeit wurde der Text übersetzt, leicht bearbeitet und um aktuelle Entwicklungen ergänzt.

  • Plus Heft 2/2026: Februar S. 115-123

    HesychasmusEine Waffe in Russlands Kulturkampf gegen den Westen

    Hesychasmus ist nicht nur eine weltabgewandte mystisch-asketische Gebetspraxis der Ostkirche, sondern dient auch als Kampfbegriff gegen die säkulare Kultur des „kollektiven Westens“ und der westlichen Moderne. Antimoderne Denker wie Pavel Florenskij und Aleksej Losev sowie politische Akteure wie Aleksandr Dugin sehen im Hesychasmus ein zentrales Merkmal des integralen Kulturtypus des christlichen Mittelalters, der sich in idealer Weise in Byzanz und in der Moskauer Rus’ ausgeprägt habe und in diametralem Gegensatz zur sogenannten Renaissance-Kultur des Westens stehe. Wie der Historiker und Slawist Michael Hagemeister zeigt, wird der Hesychasmus im aktuellen russischen Kulturkampf gegen den Westen instrumentalisiert als Teil einer eschatologischen Mission, die Russland als Drittes Rom und Aufhalter des Antichrist versteht.

  • Plus Heft 1/2026: Januar S. 3-10

    The Quiet AmericanLeo XIV. - ein Anti-Trump-Papst?

    Seitdem Robert Prevost als Papst Leo XIV. auf dem Heiligen Stuhl sitzt, wird jede Äußerung und jede Amtshandlung auf die Goldwaage päpstlicher Symbolik gelegt und gibt Anlass zu Hoffnungen aus unterschiedlichen Lagern: Wie tickt der neue Papst? Auf wessen Seite steht er? Wie positioniert er sich in den drängendsten Fragen unserer Zeit? Otto Kallscheuer, Philosoph und Autor des Buches „Papst und Zeit. Heilsgeschichte und Weltpolitik“ (Berlin 2024), resümiert das erste Halbjahr von Leo XIV. vor allem aus kirchenpolitischer Perspektive.

  • Plus Heft 12/2025: Dezember S. 907-912

    Die Abschaffung des MenschenEwiges Leben für die Reichen und Mächtigen?

    Life-Science, Biowissenschaft und Cyborg-Technik versuchen, den menschlichen Körper so konsequent als Maschine zu verstehen, dass er schließlich durch eine Maschine ersetzt werden kann. Ziel ist die Überwindung des Todes selbst. Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift, skizziert, wie insbesondere Tech-Milliardäre und autokratische Machthaber nach ewigem Leben streben und damit auch nach einer neuen Dimension der Macht über andere. Aus der Perspektive theologischer Ethik folgt eine kritische Reflexion.

  • Plus Heft 11/2025: November S. 803-814

    EinsamkeitSoziales, psychisches und spirituelles Phänomen

    Über Einsamkeit ist derzeit viel zu lesen, wenn auch wenig aus Spiritualität und Theologie. Stefan Kiechle SJ, Chefredakteur dieser Zeitschrift, erkundet das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln, verweist auf literarische Versuche und gibt Hinweise zur Deutung, nicht zuletzt aus christlich- theologischer Perspektive.

  • Gratis Heft 10/2025: Oktober S. 733-741

    Dag HammarskjöldDas höchste Gebet des Menschen

    Erst das Tagebuch mit dem Titel „Zeichen am Weg“ des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Dag Hammarskjöld (1905-1961), offenbarte vielen, dass der gemeinhin respektierte und beliebte Beamte aus Schweden ein tiefreligiöser Mensch war. Für Hammarskjöld war die Selbstverwirklichung der Mystikerinnen und Mystiker ihre Erfahrung, dass Gott in der Seele jedes Menschen wohnt. Johannes Schleicher, Autor zu Spiritualität sowie Seminarleiter und geistlicher Begleiter, zeichnet das Leben des Diplomaten nach: „Dag Hammarskjölds Leben war ein Paradebeispiel für das glückliche Zusammentreffen von Mystik und Politik.“ Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den Schleicher im Juni 2025 in der Akademie Caritas Pirckheimer Haus in Nürnberg gehalten hat.

  • Plus Heft 8/2025: August S. 621-630

    Der Mensch im Spiegel der KI

    Was ist der Mensch im Vergleich zur Künstlichen Intelligenz? In funktionalen und kognitiven Bereichen überholt die Maschine den Menschen längst. Sein Alleinstellungsmerkmal ist laut Matthias Huber insbesondere auf der ontologischen, transzendenz-bezogenen Ebene zu suchen. Aber worin besteht in einer mehr von ökonomischen Sachzwängen geprägten Welt die Relevanz von Eigenschaften wie Freiheit oder Verantwortung gegenüber dem Funktionalen und dem ökonomisch Messbaren? Matthias Huber studierte Physik und Theologie, ist katholischer Priester und lehrt Dogmatik an der Universität Freiburg.