Anzeige: Ich habe dich geliebt. Dilexi te – Über die Liebe zu den Armen. Das erste Lehrschreiben des Papstes

Die Abschaffung des MenschenEwiges Leben für die Reichen und Mächtigen?

Life-Science, Biowissenschaft und Cyborg-Technik versuchen, den menschlichen Körper so konsequent als Maschine zu verstehen, dass er schließlich durch eine Maschine ersetzt werden kann. Ziel ist die Überwindung des Todes selbst. Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift, skizziert, wie insbesondere Tech-Milliardäre und autokratische Machthaber nach ewigem Leben streben und damit auch nach einer neuen Dimension der Macht über andere. Aus der Perspektive theologischer Ethik folgt eine kritische Reflexion.

Außerdem aktuell

Artikel

  • Plus Heft 12/2025: Dezember S. 893-903

    Pilger der HoffnungDas Heilige Jahr 2025 zwischen Kontinuität und Neubeginn

    Gudrun Sailer, Redakteurin bei Vatican News in Rom, berichtet von den zahlreichen Veranstaltungen des Heiligen Jahrs 2025, das am 6. Januar 2026 abgeschlossen wird: Welche Events zogen die meisten Pilger an, welche sind gefloppt? Welche Gruppen wurden zum ersten Mal überhaupt miteinbezogen und wie steht es um das Verständnis von Ablass und Beichte? Das Heilige Jahr war auch vom Übergang des verstorbenen Papstes Franziskus zu Papst Leo XIV. geprägt, der die Anliegen seines Vorgängers weiterträgt. Für den Beitrag sprach Sailer mit dem Organisator des Heiligen Jahres, Erzbischof Rino Fisichella.

  • Gratis Heft 12/2025: Dezember S. 883-891

    Vernunft, Verantwortung, ResilienzDie Bedeutung jesuitischer Hochschulbildung in der gegenwärtigen Gesellschaft

    Arturo Sosa SJ, der Generalobere des Jesuitenordens, hielt am 10. Oktober 2025 in München die nachfolgende Rede zur Rolle jesuitischer Bildung in der Gesellschaft. Anlass war das einhundertjährige Jubiläum der Hochschule für Philosophie der Jesuiten. In seiner Rede erläutert Arturo Sosa, wie die jesuitisch geprägte Philosophie den Herausforderungen unserer Zeit begegnen kann, etwa autoritären Tendenzen, postfaktischer Wahrheitsverdrehung, Künstlicher Intelligenz oder der Einschränkung akademischer Freiheit. Aus dem Englischen übersetzt von Philipp Adolphs.

  • Plus Heft 11/2025: November S. 803-814

    EinsamkeitSoziales, psychisches und spirituelles Phänomen

    Über Einsamkeit ist derzeit viel zu lesen, wenn auch wenig aus Spiritualität und Theologie. Stefan Kiechle SJ, Chefredakteur dieser Zeitschrift, erkundet das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln, verweist auf literarische Versuche und gibt Hinweise zur Deutung, nicht zuletzt aus christlich- theologischer Perspektive.

  • Gratis Heft 10/2025: Oktober S. 733-741

    Dag HammarskjöldDas höchste Gebet des Menschen

    Erst das Tagebuch mit dem Titel „Zeichen am Weg“ des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Dag Hammarskjöld (1905-1961), offenbarte vielen, dass der gemeinhin respektierte und beliebte Beamte aus Schweden ein tiefreligiöser Mensch war. Für Hammarskjöld war die Selbstverwirklichung der Mystikerinnen und Mystiker ihre Erfahrung, dass Gott in der Seele jedes Menschen wohnt. Johannes Schleicher, Autor zu Spiritualität sowie Seminarleiter und geistlicher Begleiter, zeichnet das Leben des Diplomaten nach: „Dag Hammarskjölds Leben war ein Paradebeispiel für das glückliche Zusammentreffen von Mystik und Politik.“ Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den Schleicher im Juni 2025 in der Akademie Caritas Pirckheimer Haus in Nürnberg gehalten hat.

  • Plus Heft 10/2025: Oktober S. 723-732

    Niemanden zurücklassen?Für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit

    Besonders arme Menschen und Regionen spüren die negativen Folgen des Klimawandels überproportional, obwohl sie am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Papst Franziskus verwob in seiner vor zehn Jahre erschienenen Enzyklika Lau-dato si’ Ökologie mit Wirtschaftsethik und Soziologie. Johannes Wallacher und Esther Jünger zeigen auf, welche Impulse uns die Enzyklika für heutige Herausforderungen etwa angesichts zunehmender Klimamigration liefern kann. Dabei benennen sie Parallelen zwischen der Enzyklika und den international vereinbarten nachhaltigen Entwicklungszielen. Wallacher ist Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik und Präsident der Hochschule für Philosophie in München. Jünger ist Theologin und Referentin des Präsidenten.

  • Plus Heft 9/2025: September S. 689-700

    Zehn Jahre Laudato si', Papst Leo XIV. und das Dilemma der internationalen KlimapolitikZur Zukunft der globalen Gemeinschaftsgüter

    Zehn Jahre nach der Veröffentlichung von Laudato si’, der Umweltenzyklika von Papst Franziskus, stecken die internationalen politischen Bemühungen zur Begrenzung der Erderwärmung in einer Sackgasse – trotz der Pariser Klimaziele steigen die globalen Emissionen weiter, ein Ende der fossilen Brennstoffe ist nicht absehbar. Die Weltgemeinschaft muss dringend ein Konzept für mehr Kooperation im Schutz der globalen Gemeinschaftsgüter entwickeln. Papst Leo XIV. knüpft an den Impuls seines Vorgängers an und fordert eine sozial-ökologische und global finanzierbare Wende. Ottmar Edenhofer ist Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Professor für die Ökonomie und Politik des Klimawandels an der TU Berlin und Vorsitzender des Europäischen Wissenschaftlichen Beirats für Klimawandel. Cecilia Kilimann ist wissenschaftliche Referentin am PIK.

  • Plus Heft 8/2025: August S. 621-630

    Der Mensch im Spiegel der KI

    Was ist der Mensch im Vergleich zur Künstlichen Intelligenz? In funktionalen und kognitiven Bereichen überholt die Maschine den Menschen längst. Sein Alleinstellungsmerkmal ist laut Matthias Huber insbesondere auf der ontologischen, transzendenz-bezogenen Ebene zu suchen. Aber worin besteht in einer mehr von ökonomischen Sachzwängen geprägten Welt die Relevanz von Eigenschaften wie Freiheit oder Verantwortung gegenüber dem Funktionalen und dem ökonomisch Messbaren? Matthias Huber studierte Physik und Theologie, ist katholischer Priester und lehrt Dogmatik an der Universität Freiburg.

  • Plus Heft 7/2025: Juli S. 509-519

    Verbot der EizellspendeWie tragfähig sind die Argumente?

    Deutschland und Luxemburg sind die letzten europäischen Länder, in denen die Eizellspende verboten ist. Die vergangene Bundesregierung wollte eine Legalisierung prüfen und das Thema bleibt auch für die neue Koalition aktuell. Stephan Ernst, Professor für Moraltheologie an der Universität Würzburg, stellt kritisch fünf Argumente vor, die Gegner der Eizellspende – dazu gehört die katholische Kirche – häufig vorbringen. Für den Autor stellen diese Argumente aus moraltheologischer Sicht keinen hinreichenden Grund für ein Verbot dar.

  • Plus Heft 7/2025: Juli S. 487-496

    Credo und FrauenordinationFür wen ist Christus Mensch geworden?

    Auf Basis des nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses entwickelt Wolfgang Beinert, emeritierter Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Regensburg, ein Argument für die Zulassung auch von Frauen zu den kirchlichen Weiheämtern: „So verschieden die einzelnen Individuen auch sein mögen, so sehr kommen sie alle ausnahmslos im Mensch-Sein überein. Und sie kommen überein in der inkarnatorischen Verbundenheit mit Christus, so dass sie ihn in persona verkörpern können, bis hinein in sein Heilshandeln“.