Anzeige: Evangelium bis an die Ränder. Die programmatischen Schriften von Papst Franziskus – eine theologische Würdigung. Hg: Jochen Sautermeister, Josef Sayer
Archiv "Stimmen der Zeit" vollständig digitalisiert: Alle Inhalte bis 2010 frei zugänglich

Archiv "Stimmen der Zeit" vollständig digitalisiertAlle Inhalte bis 2010 frei zugänglich

Die Universität Tübingen schließt eine große Lücke im digitalen Archiv der "Stimmen der Zeit". Mit Unterstützung der DFG stehen nun sämtliche Beiträge bis 2009 über die Bibliothek frei zur Verfügung. Inhalte ab 2010 bleiben Abonnenten vorbehalten.

Außerdem aktuell

Artikel

  • Plus Heft 5/2026: Mai S. 361-366

    WEIRDDer „alte weiße Mann“ als Reflexionsangebot

    Mit dem Vorwurf, eine Person äußere sich wie ein „alter weißer Mann“ lassen sich eurozentrische und patriarchale Perspektiven kritisieren. Manche halten die Redewendung des „AWM“ selbst für diskriminierend, etwa gegenüber älteren Menschen. Claudia Stockinger, Professorin für Neuere deutsche Literatur und Mitglied der erweiterten Redaktion dieser Zeitschrift, stellt dem AWM mit „WEIRD“ ein präziseres Schlagwort von Joseph Henrich an die Seite.

  • Gratis Heft 5/2026: Mai S. 385-394

    Theologie im Angesicht von KIHerausforderungen für Lehrende und Lernende

    Die Fälle von Studierenden, die ihre Prüfungsergebnisse ganz oder teilweise Künstlicher Intelligenz verdanken, häufen sich. Welche Lösungsansätze gibt es seitens der Lehrenden, etwa um einen Täuschungsversuch zu entlarven? Manfred Riegger ist Professor für Religionsdidaktik und Religionspädagogik an der Universität Augsburg. Dort wirkt er auch als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für alle Lehrämter und als Vorstandsmitglied des „Zentrums für Lehrkräftebildung und interdisziplinäre Bildungsforschung“ mit dem Schwerpunkt Qualitätssicherung in Lehre und Prüfungen.

  • Plus Heft 5/2026: Mai S. 337-348

    Im Einklang mit allen GeschöpfenSchöpfungstheologie und Tierethik

    Martin M. Lintner, Servit und Professor für Moraltheologie und Spirituelle Theologie sowie Dekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, stellt das Messformular „Für die Bewahrung der Schöpfung“ vor, das das Dikasterium für den Gottes-dienst und die Sakramentenordnung 2025, zehn Jahre nach der Enzyklika Laudato si’, herausgegeben hat. Vor diesem Hintergrund klärt er die theologischen und anthropo-logischen Voraussetzungen für die besondere Schicksalsgemeinschaft zwischen Menschen und Tieren.

  • Gratis Heft 4/2026: April S. 243-253

    Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?Phänomene menschlicher Selbstzerstörung

    Mündet die expansive Moderne in eine ökologische und militärische Selbstzerstörung? Ist der Mensch überhaupt verantwortungs- und friedensfähig oder liefert er sich durch die Fortschritte in Wissenschaft und Technik selbst ans Messer? Die Autoren suchen nach Wegen aus krisenhaften Szenarios, die sich in unserer Zeit abzeichnen. Markus Vogt ist Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München. Barbara Schellhammer ist Professorin für „Intercultural Social Transformation“ an der Hochschule für Philosophie in München und leitet das dort ansässige Zentrum für Globale Fragen.

  • Plus Heft 4/2026: April S. 289-297

    BirthstrikeGewollte Kinderlosigkeit aus Klimaschutzgründen

    Frauen treten in einen Gebärstreik und führen als Teil der sogenannten „Eco-Moms“ Klimaschutzgründe dafür an. Die Autorin beurteilt die Bewegung aus ökofeministischer Perspektive. Kerstin Schlögl-Flierl ist Professorin für Moraltheologie an der Universität Augsburg, Mitglied im Deutschen Ethikrat und korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.

  • Gratis Heft 3/2026: März S. 197-206

    Friede im Nahen Osten

    Gibt es Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten? Wo stehen vor allem die Christen in der so diffusen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lage? Gabriel Khairallah SJ, Dozent an der Universität Saint-Joseph in Beirut und am Institut d’Études Politiques in Paris, beschreibt die Hoffnung, auch wenn es weiterhin zahlreiche Friedensinitiativen gibt, für die Christen und für alle Menschen des Nahen Ostens als bleibend fragil. Aus dem Französischen von Stefan Kiechle SJ.

  • Plus Heft 3/2026: März S. 227-232

    Remembering Charlie KirkDie Rückkehr des Dualismus von Licht und Dunkel

    Am Zuwachs der populistischen Parteien und Organisationen lässt sich ablesen, wie sehr Menschen sich nach einfachen Antworten sehnen. Licht und Dunkel, Gut und Bö-se, Schwarz und Weiß: Eine unordentliche Welt braucht handhabbare Kategorien. Der am 10. September 2025 ermordete Influencer und Trump-Supporter Charlie Kirk galt vielen evangelikalen und charismatischen Christen in den USA als Leitstern, wie musi-kalische Nachrufe auf ihn zeigen. Angela Reinders, Direktorin der Akademie des Bis-tums Aachen, analysiert einige Zitate Kirks und seiner Unterstützer. Hinter einem ver-einfachenden, dualistischen theologischen Weltbild verbergen sich laut Reinders missbräuchliche Kommunikationsstrukturen.

  • Plus Heft 2/2026: Februar S. 115-123

    HesychasmusEine Waffe in Russlands Kulturkampf gegen den Westen

    Hesychasmus ist nicht nur eine weltabgewandte mystisch-asketische Gebetspraxis der Ostkirche, sondern dient auch als Kampfbegriff gegen die säkulare Kultur des „kollektiven Westens“ und der westlichen Moderne. Antimoderne Denker wie Pavel Florenskij und Aleksej Losev sowie politische Akteure wie Aleksandr Dugin sehen im Hesychasmus ein zentrales Merkmal des integralen Kulturtypus des christlichen Mittelalters, der sich in idealer Weise in Byzanz und in der Moskauer Rus’ ausgeprägt habe und in diametralem Gegensatz zur sogenannten Renaissance-Kultur des Westens stehe. Wie der Historiker und Slawist Michael Hagemeister zeigt, wird der Hesychasmus im aktuellen russischen Kulturkampf gegen den Westen instrumentalisiert als Teil einer eschatologischen Mission, die Russland als Drittes Rom und Aufhalter des Antichrist versteht.

  • Plus Heft 12/2025: Dezember S. 907-912

    Die Abschaffung des MenschenEwiges Leben für die Reichen und Mächtigen?

    Life-Science, Biowissenschaft und Cyborg-Technik versuchen, den menschlichen Körper so konsequent als Maschine zu verstehen, dass er schließlich durch eine Maschine ersetzt werden kann. Ziel ist die Überwindung des Todes selbst. Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift, skizziert, wie insbesondere Tech-Milliardäre und autokratische Machthaber nach ewigem Leben streben und damit auch nach einer neuen Dimension der Macht über andere. Aus der Perspektive theologischer Ethik folgt eine kritische Reflexion.

  • Plus Heft 11/2025: November S. 803-814

    EinsamkeitSoziales, psychisches und spirituelles Phänomen

    Über Einsamkeit ist derzeit viel zu lesen, wenn auch wenig aus Spiritualität und Theologie. Stefan Kiechle SJ, Chefredakteur dieser Zeitschrift, erkundet das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln, verweist auf literarische Versuche und gibt Hinweise zur Deutung, nicht zuletzt aus christlich- theologischer Perspektive.