Die Terz ist eine der sogenannten kleinen Horen des katholischen Stundengebets. Der Name stammt vom lateinischen hora tertia, der „dritten Stunde“ des Tages nach antiker Zeitrechnung. Da man vom Sonnenaufgang an zählte, entspricht dies ungefähr dem Vormittag gegen neun Uhr. Zusammen mit Sext und Non gehört die Terz zu den kürzeren Gebetszeiten, die den Tag unterbrechen und Arbeit und Alltag in das Gebet der Kirche einbeziehen.
Mit der Terz verbindet die christliche Tradition mehrere Heilsereignisse. Sie erinnert an die Stunde, in der Jesus zur Kreuzigung ausgeliefert und ans Kreuz geführt wurde. Zugleich gilt sie als Stunde der Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten, da Petrus erklärt, es sei erst die dritte Stunde des Tages (Apg 2,15). Deshalb wird die Terz auch als Gebet um den Beistand des Heiligen Geistes verstanden. Wie die anderen kleinen Horen besteht sie meist aus Hymnus, Psalmen, kurzer Lesung, Gebet und Abschluss.
Manuel Uder, Trier