Pallium

Bezeichnete das Pallium zunächst einen mantelartigen Umhang, der in Rom von Philosophen getragen wurde, führte es der römische Kaiser Theodosus 382 n.Chr. verbindlich in die Kleiderordnung für höhere Beamte am Hof ein. Es wurde vermutlich auch vom Kaiser dem Papst verliehen. Seit dem 9. Jh. verleiht dieser es allen Erzbischöfen, vorher allgemein herausragenden Bischöfen.

Heute wird das Pallium als ringförmige Stola aus weißer Wolle vom Papst und von Erzbischöfen über dem Messgewand getragen. Das Pallium ist mit Kreuzen versehen und mit Nadeln am Messgewand befestigt. Die Endstücke hängen mittig oder seitlich vorne und hinten herab. Das Pallium wird bei der Amtseinführung verliehen. In der orthodoxen Kirche tragen alle Bischöfe ein ähnliches Zeichen. Papst Benedikt XVI. bezeichnet das wollene Pallium als "Sinnbild für die Sendung des Hirten", der "die Menschen liebt, die ihm anvertraut sind, weil und wie er Christus liebt".