Monstranz

Die Monstranz (von lat. monstrare = zeigen) ist ein liturgisches Schaugerät der katholischen Kirche, in dem die konsekrierte Hostie zur Anbetung sichtbar ausgestellt wird. Der Begriff weist bereits auf die grundlegende Funktion hin: Etwas Heiliges wird nicht verborgen, sondern „gezeigt“. Ursprünglich wurden ähnliche Gefäße auch für Reliquien verwendet; seit dem Spätmittelalter dient die Monstranz vor allem der Verehrung des eucharistischen Brotes.

Im Inneren der Monstranz befindet sich eine Halterung für die Hostie, die Lunula genannt wird (lat. lunula = „Möndchen“). Sie hält die große Hostie in der Mitte des Schauraums, sodass sie gut sichtbar bleibt. Die Monstranz selbst besteht häufig aus Metall, ist reich verziert und oft in strahlenförmiger Gestaltung gearbeitet, die die Gegenwart Christi als „Licht der Welt“ symbolisch zum Ausdruck bringt. Auch die Bezeichnung Ostensorium (von lat. ostendere = zeigen) wird synonym verwendet.

Die Monstranz wird besonders bei eucharistischen Andachten und bei Prozessionen, etwa an Fronleichnam, verwendet. In der Aussetzung des Allerheiligsten wird die Hostie im Zentrum der Monstranz zur stillen Anbetung der Gläubigen gezeigt. Damit ist die Monstranz nicht nur ein liturgisches Gerät, sondern ein Ausdruck der eucharistischen Frömmigkeit, die die Gegenwart Christi im Sakrament sichtbar in den Mittelpunkt stellt.

Manuel Uder, Trier

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