Dalmatik

Die Dalmatik ist das Obergewand des Diakons in feierlichen Gottesdiensten. Der Name geht auf die antike Provinz Dalmatien auf der Balkanhalbinsel zurück, wo eine besondere Form der römischen Tunika getragen wurde. Aus dieser Kleidung entwickelte sich im Lauf der Zeit das liturgische Gewand, das heute von Diakonen vor allem zu Liturgien an Sonn- und Feiertagen angelegt wird.

Die meist knielange Dalmatik wird über Albe und Stola getragen und ist durch weite Ärmel sowie oft reiche Verzierungen gekennzeichnet. Nicht nur der Diakon, sondern auch der Bischof kann die Dalmatik tragen, allerdings unter der Kasel. Diese Praxis bringt symbolisch zum Ausdruck, dass im bischöflichen Amt die verschiedenen Grundvollzüge der Kirche – Verkündigung, Liturgie und Diakonie – vereint sind.

So ist die Dalmatik nicht nur ein liturgisches Kleidungsstück, sondern ein Zeichen des Dienstes: Sie verweist auf die diakonale Dimension der Kirche, die im Dienst am Wort, am Altar und an den Menschen Gestalt gewinnt.

Manuel Uder, Trier

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