Anzeige: Die Feier der Heiligen Messe - Lektionar Band V - Jahreskreis 1: Die Wochentage und Gedenktage der Heiligen im Jahreskreis 1.-17. Woche
Gottesdienst 11/2024

11 / 202421. Mai 2024

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle möchte ich diesmal auf das Hochgebet in Leichter Sprache aufmerksam machen, das jüngst von der Deutschen Bischofskonferenz „zur Erprobung“ gutgeheißen wurde (vgl. S. 120 und S. 125 in diesem Heft).

Die Zulassung eines neuen Hochgebets ist keine Nebensächlichkeit; sie berührt den Kern katholischer Feierkultur. Das Hochgebet in Leichter Sprache ist zudem von besonderer Bedeutung, weil es wie die drei Hochgebete für die Messfeiern mit Kindern (1974) und das Hochgebet für Gehörlose (1970) darauf abzielt, dass eine Personengruppe, die spezielle Bedürfnisse mitbringt, „voll, bewusst, tätig und mit geistlichem Gewinn“ (SC 14) am liturgischen Geschehen teilnehmen kann. Indem das Hochgebet II in eine leicht verständliche Sprachform übersetzt wurde, richtet es sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Behinderungen. Es trägt auf diese Weise dazu bei, Barrieren abzubauen und diesen Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit zur christlichen Glaubensgemeinschaft zu vermitteln. Es ist ein Ausdruck der pastoralen Fürsorge und des Respekts gegenüber Personen mit Behinderungen.

Das Hochgebet in Leichter Sprache ergänzt die bereits bestehende Vielfalt der Hochgebete in der katholischen Kirche und zeigt, dass sich traditionelle liturgische Formen durchaus an die Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Gläubigen anpassen lassen.

Wünschenswert wäre, dass das neue Hochgebet in der Praxis eine breite Rezeption erfährt. – Rückmeldungen sind willkommen!

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 117-119

    Gefeierte Versöhnung

    Mobiler Beichtraum

    Vor 50 Jahren erschien die Studienausgabe „Die Feier der Buße“. Sie hat beachtliche neue Akzente gesetzt, die es heute wiederzuentdecken gilt.

Aktuell

  • Gratis S. 120

    Hochgebet in Leichter Sprache

    Die deutschen Bischöfe haben eine Fassung des Hochgebets in Leichter Sprache zur Erprobung im Gottesdienst freigegeben. Diese Übersetzung stellt einen wichtigen Beitrag für die Pastoral für Menschen mit Behinderung und für deren Inklusion in die Liturgie dar.

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