Heft 3/2022Schwerpunkt: Pauline Jaricot und Evangelisierung

Inhalt

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das Leben und Wirken der Gründermutter missios vor: Pauline-Marie Jaricot. Diese unermüdliche Frau hat im 19. Jahrhundert die größte Solidaritätsaktion der Kirche für die Mission ins Leben gerufen. Für ihren Einsatz wird sie am 22. Mai in Lyon seliggesprochen.

Zunächst wirft Regina Elsner im Länderbericht einen Blick auf Russland und die zunehmend bedrohte Religionsfreiheit im Land – ein Beitrag, der in diesen Tagen besonders aktuell ist. Zu Beginn des Schwerpunktteils porträtiert Martin Stauch das Leben Pauline-Marie Jaricots und verdeutlicht ihre Leistungen für die Gründung der missionarischen Werke. Im Anschluss daran erläutert missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener im Interview die bleibende Bedeutung Jaricots für das weltkirchliche Selbstverständnis missios. Neben der Seligsprechung Jaricots gibt es in diesem Jahr ein weiteres Ereignis, das für die Mission(sgeschichte) von Bedeutung ist: Die Kongregation für die Evangelisierung der Völker (ehemals Propaganda Fide) feiert ihr 400-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass zeichnet Felix Wilfred die historische Entwicklung der Kongregation nach und skizziert mögliche Neuausrichtungen. Ergänzend erläutert Paul Béré die Chancen der von Papst Franziskus im Oktober 2021 ausgerufenen Weltsynode auch für die Weiterentwicklung des Missionsverständnisses. Er erhofft sich eine stärkere Bewusstwerdung des interkulturellen Reichtums der Weltkirche, der für einen dialogischen Ansatz zwischen Weltkirche und Ortskirche fruchtbar gemacht werden kann. Abgerundet wird diese Ausgabe durch den Beitrag von Anne Falola, in dem sie die Rolle von Frauen in der Missionsgeschichte aufzeigt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen multiperspektivischen Blick auf ein sich gewandeltes Missionsverständnis in einer interkulturell reichen Weltkirche bieten können.