Heft 2/2021Schwerpunkt: Pastorale Vernetzung

Inhalt

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung wird unsere Welt vermeintlich kleiner und gleichzeitig immer komplexer. Digitalisierung und Mobilität erlauben einen schnellen Austausch von Informationen. In seinem Artikel weist Klaus Vellguth darauf hin, dass auch Papst Franziskus die dringende Notwendigkeit der Vernetzung betont. Dies vor Augen koordiniert missio Aachen das Netzwerk Pastoral Asien und Afrika. Die Mitglieder beider Verbunde sind die Direktorinnen und Direktoren der Pastoralinstitute in den jeweiligen Ländern in Asien und Afrika. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Think Tanks, die sich zu pastoraltheologischen und interkulturellen Fragestellungen mit Blick auf ihre jeweiligen Lebenskontexte austauschen und gemeinsame Projekte ins Leben rufen, finden außerdem jährliche Treffen an den Instituten statt.

Intention dieser Ausgabe von Forum Weltkirche ist es, einige der Netzwerkteilnehmenden und ihre Institutionen vorzustellen, die mit ihren je spezifischen Schwerpunktthemen weltkirchliche Arbeit – akademischer wie praktisch-pastoraler Natur – bereichern. Thomas Fornet-Ponse legt dazu die Grundlage, indem er aus soziologischer Perspektive die Bedeutung von Netzwerken analysiert. Klaus Vellguth skizziert anschließend als Initiator von Netzwerk Pastoral Asien und Afrika die Gründungsgeschichte und Aufgabe der beiden Zusammenschlüsse. Im Nachgang folgen die Selbstvorstellungen und Erfahrungsberichte der Netzwerkmitglieder. Daniel Assefa berichtet von seinem Forschungsprojekt zur äthiopischen Dichtkunst und James Ngahy weist auf die manipulativen Tendenzen pentekostaler Bewegungen in Malawi hin. Estela Padilla gibt in ihrem Beitrag Einblick in die Arbeit ihres Pastoralzentrums in Las Piñas auf den Philippinen. Aus indischer Perspektive stellt Sebastian M. Michael den Beitrag seines Zentrums zum interreligiösen Dialog dar und Thomas Kochalumchuvattil präsentiert das vielfältige Ausbildungsangebot am Lumen-Christi-Institut in Arusha, Tansania.