Heft 2/2018Schwerpunkt: Pastorale Planung

Inhalt

In vielen deutschen Bistümern haben in den letzten Jahren »Pastoralpläne« und »Pastorale Planungsprozesse« die Runde gemacht. Die Diözesen setzen diese Instrumente ein, um auf Veränderungen im kirchlichen Leben zu reagieren. Insofern sind Pastoralpläne hilfreiche Maßnahmen zur notwendigen Standortbestimmung und Zukunftsorientierung in Gemeinden und Gruppen. Nicht selten sind die Ansätze pastoraler Planung allerdings mit der frustrierenden Erfahrung verbunden, viel Aufwand zu betreiben, aber nur einen geringen Ertrag, sprich: wirkliche Veränderung zu erzielen.

In dieser Ausgabe von Forum Weltkirche schauen wir auf pastorale Planungsprozesse in anderen Teilen der Welt. Ein Beitrag aus den USA beleuchtet die historische Entwicklung der pastoralen Planung und macht deutlich, dass die Sache älter ist als der recht junge Begriff »Pastoralplanung«. Dann haben wir verschiedene Diözesen nach ihren Erfahrungen mit pastoraler Planung gefragt. Antworten haben uns aus zwei Diözesen erreicht: Daru-Kiunga in Papua-Neuguinea und Aizawl in Nordostindien. Sie geben einen Einblick in die nötigen Organisationsstrukturen – natürlich unter ganz anderen Voraussetzungen als in Deutschland –, sie lassen aber vor allem erkennen, dass pastorale Planung wesentlich ein gemeinschaftlicher geistlicher Weg ist.

Das unweigerlich mit Planung verbundene Thema der Finanzen greifen wir in einem anderen Zusammenhang auf. Wie wichtig sind persönliche Beziehungen für das Einwerben von Spenden? Was bedeutet die geringer werdende Zahl europäischer Missionarinnen und Missionare für den Zufluss der Spendengelder aus dem finanzkräftigen Europa? Diese Fragen stellen sich vor allem Ordenseinrichtungen in den Ländern des Südens. Und sie stellen neue Anforderungen an die Finanz- und Personalplanung der Verantwortlichen.