Warum gibt es Sommer und Winter?Projekte zum Thema Jahreszeiten

Wie man die Entstehung der Jahreszeiten mit Wärme oder Kälte kindgerecht erklären kann.

Warum gibt es Sommer und Winter
© Beate Autering

Im Sommer war es heiß und trocken. Doch wenn der Winter kommt, müssen wir unsere warmen Pullis wieder aus dem Schrank holen. Dann wird es wieder ganz schön kalt. Die Jahreszeiten beeinflussen unser Leben und das der Natur. Doch wie entstehen sie eigentlich? Das hat mit zwei Dingen zu tun: einmal mit der Sonne, die auf die Erde einstrahlt und dabei Luft und Erdboden erwärmt. Zum zweiten mit der Tatsache, dass die Erde – wie alle Planeten in unserem Sonnensystem – nicht stillsteht. Sie kreist um die Sonne. Für eine Umrundung braucht sie genau ein Jahr.
Viele glauben, dass die Jahreszeiten entstehen, weil die Erde nicht in einem vollkommenen Kreis um die Erde wandert, sondern in einer eiförmigen Ellipse. Denn dadurch sind Teile der Erde mal näher an der Sonne, mal weiter weg. Aber die Form der Erdbahn um die Sonne hat keinen Einfluss auf die Jahreszeiten. Im Gegenteil: Wenn es bei uns in Deutschland mit am wärmsten ist, also im Juli, ist die Erde auf ihrer Umlaufbahn von der Sonne ziemlich weit entfernt.

DIE ERDE STEHT SCHIEF

Es liegt an der Neigung der Erde, dass wir Jahreszeiten haben. Die Erde hat eine Achse. So nennen wir die gedachte Linie durch Nordpol und Südpol. Wenn man sich einen Globus genau anschaut, sieht man, dass diese Erdachse geneigt ist. Man könnte auch sagen: Die Erde steht schief. Das hat zur Folge, dass die Erde unterschiedlich viel Sonne abbekommt, während sie um die Sonne wandert. Dadurch, dass die Erde schief steht, kommen die Sonnenstrahlen mal ganz steil, mal nicht so steil auf der Erde an.
Daher ist auf der Erdkugel auch nicht überall gleichzeitig die gleiche Jahreszeit. Bei uns ist Sommer, wenn die Nordhalbkugel der Sonne zugewandt ist. Dann treffen die Sonnenstrahlen bei uns steil auf die Erde und sorgen für ordentlich Wärme. Die Sonne steht hoch am Himmel, die Tage sind sehr lang und die Nächte kurz. Luft und Erdboden haben tagsüber viel Zeit, sich aufzuwärmen. Auf die Südhalbkugel treffen die Sonnenstrahlen in dieser Zeit flacher auf, deshalb ist dort Winter. Ein halbes Jahr später ist die Erde halb um die Sonne gewandert. Die Sonnenstrahlen kommen deshalb aus der anderen Richtung. Jetzt ist es genau umgekehrt: Bei uns im Norden kommen die Sonnenstrahlen nicht so direkt an und es wird nicht so warm. Das kann man auch von der Erde aus sehen: Die Sonne steht viel niedriger am Himmel. Sie bringt nur kurze Zeit etwas Wärme, in den langen Nächten kühlen Luft und Boden aus. Jetzt ist bei uns in Europa Winter. Auf der anderen Seite der Erde, der Südhalbkugel, also in Ländern wie Südafrika, Australien und Argentinien, ist hingegen Sommer.

Experimente und Projekte zum Thema Jahreszeiten gibt es auf der nächsten Seite.

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