Wenn ein Kind es nicht auf die Toilette schafftBlasen- und Darmkontrolle

So langsam wird es Zeit für die ersten Sonnenstrahlen und wärmere Tage. Denn mal ehrlich, so schön der Winter auch ist: Das Anziehen kann ganz schön anstrengend sein. Unterhemd, ein dicker Pullover und noch eine Jacke drüber. Strumpfhose, Schal und Handschuhe. Ach ja, ganz wichtig: die Mütze. Die vielen Schichten haben einen Grund: Sie verhindern, dass wir frieren.

Wenn ein Kind es nicht auf die Toilette schafft
© fotolia.com © Sergiy Bykhunenko

Frieren ist ein Alarmsignal unseres Körpers. Er will uns zeigen: Hey, hier ist gerade irgendwas nicht in Ordnung, tu was dagegen! Woher er das weiß? Von unserer Haut. Auf der sind nämlich Fühlzellen verteilt. Die nennt man Rezeptoren. Manche Rezeptoren fühlen die Kälte, andere die Wärme. Von den Kälterezeptoren besitzen wir ungefähr 300 000 Stück. Das sind zehnmal mehr als Wärmerezeptoren, von denen haben wir nur 30 000. Deshalb reagieren wir auf Kälte empfindlicher als auf Wärme.

Unser Körper mag Kälte nicht, weil sie ihm seine Arbeit erschwert. Schließlich muss er dafür sorgen, dass die Temperatur im Körperkern immer 37 Grad C beträgt. Also dort, wo sich die lebenswichtigen Organe befinden: Herz, Lunge, Nieren, Leber und Gehirn. Damit die gut funktionieren, brauchen sie eine Temperatur von 37 Grad C. Deshalb setzt unser Körper alle Hebel in Bewegung, um zu verhindern, dass die Innentemperatur absinkt.

Das passiert nämlich ganz schnell, wenn es um uns herum kalt ist. Dann sind wir wie eine Heizung und geben die Wärme nach außen ab. So kühlen wir nach und nach aus. Wenn dieser Vorgang nicht gestoppt wird, kann man an so einer Unterkühlung sogar sterben. Da scheint es nur vernünftig, dass unser Körper schon beim ersten bisschen Kälte Alarm schlägt, oder?

GÄNSEHAUT UND BLAUE LIPPEN

Wie aber zeigt euch euer Körper, dass es ihm zu kalt ist? Ganz einfach: Ihr kriegt Gänsehaut. Die Minimuskeln, die die Haare in der Haut festhalten, ziehen sich zusammen und die Haare richten sich auf. Damit soll eigentlich die warme Luft, die wir abgeben, noch ein wenig am Körper gehalten werden. Eine Art dünnes Luftpolster um uns herum. Bei den stärker behaarten Urmenschen war das noch sinnvoll. Auch bei Tieren mit einem dichten Fell funktioniert das prima. Das seht ihr zum Beispiel gut bei Hunden: Die mit dem dicksten Fell frieren im Winter nicht. Manche haben nur ein dünnes Fell, die bekommen von Herrchen oder Frauchen einen Umhang, wenn es draußen zu kalt ist. Auch der Mensch hat für diese Taktik einfach zu wenig Haare. Aber zum Glück fällt unserem Körper noch anderes ein, um uns vor Kälte zu schützen. Er fährt er die Durchblutung für die „abstehenden“ Körperteile wie Hände, Füße, Ohren und Nase herunter. Der Körper macht die Adern dort enger, um sich das wärmende Blut für die Körpermitte aufzusparen. Ihr merkt das dann daran, dass ihr kalte Hände und Füße bekommt. Oder eure Lippen werden blau. Weil das Blut jetzt in den Lippen ganz langsam fließt – die Adern sind dort ja eng – verliert es mehr Sauerstoff. Und sauerstoffarmes Blut ist bläulich gefärbt. Das fällt an den Lippen besonders stark auf, weil die Haut dort so dünn ist.

Wenn es richtig, richtig kalt ist, fangen wir an zu zittern. So sehr, dass wir nichts dagegen tun können. Dann versucht unser Körper nämlich, selber Wärme zu erzeugen, indem er Muskeln bewegt. Sie werden ganz schnell angespannt und entspannt. Auch die Wangenmuskeln zucken dann sehr heftig und unkontrolliert.
Die Folge: Wir klappern mit den Zähnen. Was gegen Gänsehaut, blaue Lippen und Zähneklappern hilft? Dick anziehen, bewegen oder ab ins Warme!  

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