Affirmation - Verändern Sie Ihr Leben mit der Kraft der positiven Gedanken

Viele kennen den Begriff Affirmation als Bezeichnung für einen positiven, bestätigenden Gedanken oder Aussage. Ursprünglich aus dem Bereich des Positiven Denkens kommend, hat er heute viele andere Lebensbereiche erobert.

© Fares Hamouche/unsplash

Affirmationen (aus dem Lateinischen für Bejahung, Versicherung) als bewusst formulierte positive Gedanken können uns dabei helfen, unsere Ziele und Wünsche zu erreichen. Die dahinter stehende Grundthese ist die Annahme, dass unsere Gedanken nicht nur unser Handeln und Fühlen beeinflussen, sondern auch biologische und chemische Vorgänge in unserem Körper steuern.

Jeder trägt bewusst oder unbewusst Glaubenssätze in sich. Sie werden in der Regel so früh im Leben geprägt, dass sie selbstverständlich geworden und ins Unbewusstsein abgewandert sind. Glaubenssätze sind unsere persönlichen „Wahrheiten“, sie spiegeln unsere Wahrnehmung von uns selbst und der Welt und sind geprägt von unseren Erlebnissen und Erfahrungen oder von anderen Menschen. Sie tragen dazu bei, dass wir die Welt als überschaubarer und einfacher wahrnehmen. Davon betroffen sind alle Lebensbereiche wie Familie, Partnerschaft, Liebe, Beruf, Gesundheit, Geld und unser Selbstwertgefühl. 

 

Unser Hirn sieht oft schwarz

Leider hat unser Gehirn die schlechte Angewohnheit, sich auf die Probleme und Gefahren des Lebens zu fokussieren und sie noch größer zu machen, als sie wirklich sind. Das, worauf wir uns konzentrieren, rückt ins Zentrum unseres Bewusstseins und hat Einfluss auf unser Verhalten. Diese negativen Glaubenssätze können zu Stress und Problemen bis hin zu Depressionen führen. Wer zum Beispiel jeden Morgen mit dem Gedanken aufsteht, dass er seine Arbeit wieder nicht erledigt bekommt, räumt sich erst gar keine Chance ein, keine Überstunden zu machen. Das führt auf Dauer zu immer höherem Stress und Druck.

Doch oft wissen wir überhaupt nicht, welche Glaubenssätze unser Leben beeinflussen und bestimmen. Es ist also durchaus sinnvoll, sich erst einmal mit dem Ist-Zustand zu beschäftigen, bevor man sich auf den Weg macht, die Ziele, Wünsche und Träume zu verwirklichen, die zu mehr Wohlbefinden und Glück führen. Eva Wlodarek, Persönlichkeitscoach, Rednerin und Beraterin, schlägt in ihrem Buch Vertage nicht dein Glück, ändere dein Leben vor, in Ruhe darüber nachzudenken, wie man zu den wichtigen Bereichen des Daseins steht: »Durch eine Prüfung unserer Glaubenssätze können wir feststellen, ob wir grundlegend negativ oder positiv denken. Sind wir der Überzeugung, die Menschen würden immer egoistischer, das Leben sei ein Kampf, Sexualität wäre schmutzig, wahre Freundschaft gäbe es nicht, Alter sei ein Kreuz und Geld die Wurzel allen Übels? Dann haben wir eine pessimistische Grundeinstellung. Oder halten wir die Menschen grundsätzlich für gut, das Leben für eine Schule, Sex für ein Vergnügen, Freunde für eine Bereicherung, Alter für den Hort der Weisheit und Geld für erstrebenswert? Dann dürfen wir uns zu denjenigen zählen, die optimistisch eingestellt sind.« Einschränkende Glaubenssätze gilt es also zu erkennen, zu löschen und durch Affirmationen zu ersetzen. Einfach ist das nicht, aber möglich. Mit viel Ausdauer, Übung und den richtigen Affirmationen kann es uns gelingen, unser Leben aktiv positiv zu beeinflussen.

»Es gibt zweifellos Wechselwirkungen zwischen der geistigen und der materiellen Ebene. Wir können über Gedanken unsere Energie herunterfahren oder erhöhen – und damit Einfluss auf unsere Lebensumstände nehmen. Jedem mental und psychisch gesunden Menschen ist es möglich, zu entscheiden, was er denken will. Es ist unsere freie Wahl, ob wir unser Gehirn mit etwas beschäftigen, das uns bremst oder das uns fördert. Einleuchtend ist sicher auch, dass wir mit Hilfe eines vernünftigen optimistischen Denkens mehr erreichen als mit Pessimismus. Motto: Wenn dir das Leben Zitronen serviert, mach Limonade daraus. Falls unsere Einstellung uns bisher nicht glücklich gemacht hat, dann haben wir jetzt das Handwerkszeug, um eine neue konstruktive Sichtweise zu entwickeln«, so Wlodarek.

 

Die Kraft der positiven Gedanken

Affirmationen sind kraftvolle Sätze, die immer wieder wiederholt werden und somit unser Leben verändern. Es gibt zahlreiche Bücher, die „fertige“ Affirmationen liefern, doch jeder kann seine eigenen positiven Glaubenssätze finden, wenn er folgendes dabei beachtet:

  • Eine Affirmation drückt immer ein positives Ziel aus.
  • Verneinungen haben in einer Affirmation nichts verloren. Also nicht: „Ich nehme nicht mehr zu“, sondern „Ich nehme ab“.
  • Eine Affirmation ist möglichst konkret: „Ich gehe jeden Tag für 20 Minuten an die frische Luft.“
  • Sie ist in der Gegenwart formuliert: „Ich bin pünktlich. Ich lasse andere nicht mehr auf mich warten.“
  • Die Affirmation ist nicht zögerlich, sie kommt ohne könnte, sollte etc. aus. Nicht: „Ich sollte weniger Überstunden machen“, sondern „Ich mache weniger Überstunden“.

Wichtig ist, dass man sich mit dem Satz vollkommen identifizieren kann, dass man ihn gerne denkt oder laut ausspricht. Er darf durchaus witzig, verspielt, gereimt sein – Hauptsache er tut gut.

Die Psychologin, Referentin und Buchautorin Ilona Bürgel (Die Kunst, die Arbeit zu genießen und Psychische Ressourcen im Job) führt auf ihrer Internetseite eine schöne Liste mit ihren eigenen guten Gedanken, darunter:

  • Ich sage „ja“ oder „nein“ statt „vielleicht“.
  • Ich gehe hinaus, wenn die Sonne scheint und nicht, wenn ich Zeit habe.
  • Ich ärgere mich maximal 3 Minuten.
  • Ich schreibe abends drei Dinge auf, für die ich dankbar bin und warum; damit steigere ich mein Wohlbefinden binnen drei Monaten messbar.
  • Ich lächle so oft ich kann: Wer lächelt, lebt länger und hat weniger Herzkrankheiten.

Affirmationen können nicht alle Probleme lösen

Wir haben gesehen, welche Möglichkeiten in einer optimistischen Lebenshaltung stecken. Dennoch warnt Eva Wlodarek: »Pessimistischen Gedanken Paroli zu bieten bedeutet nicht, sie gewaltsam zu unterdrücken. Uns werden gewiss immer wieder Dinge geschehen, die uns belasten oder die uns traurig und wütend machen. Es ist völlig in Ordnung, darauf entsprechend zu reagieren. Wer aus seinem Denken alles Negative verbannen will, muss notwendigerweise scheitern.« Es geht also nicht darum, sich die Welt krampfhaft schön zu reden, sondern darum, sich von den pessimistischen Gedanken, die uns im Alltag unbewusst und unnötig behindern, frei zu machen. Fangen Sie schon heute damit an!

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