Arbeitsblätter für Vorschulkinder

„Jetzt bin ich ein Vorschulkind!“ Mit viel Begeisterung gehen Kindergartenkinder in Richtung Schule. Das letzte Jahr im Kindergarten ist wichtig für eine gute Vorbereitung und einen gelingenden Übergang.

Vorschule Kindergarten
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Der Ernst des Lebens beginnt! Mit dieser Einstellung blicken Eltern und Erzieherinnen oft in Richtung Schule, Kinder hingegen sind voller Vorfreude und positiver Erwartungen. Nicht erst im letzten Kindergartenjahr, aber da besonders beschäftigt die Erwachsenen die Frage: Ist das Kind bereit, ein Schulkind zu werden, und welche Unterstützung braucht es noch dafür? Der Begriff der Schulreife, der davon ausging, dass jedes Kind mit dem entsprechenden Alter von alleine reif für die Schule wird, ist schon länger überholt. Heute spricht man von Schulfähigkeit oder auch von Schulbereitschaft, die stark von den Umwelteinflüssen des Kindes abhängig ist, also in welcher Familie es aufwächst, welche Lernmöglichkeiten es in der Kita hat etc. Dabei gibt es keine fest definierte Liste von Fähigkeiten, nach der ein Kind schulfähig ist. Vielmehr ist es eine große Mischung verschiedener Kompetenzen und das Zusammenspiel zwischen den Eigenschaften des Kindes, seinem Entwicklungsstand und den Erwartungen der konkreten Schule, die das Kind besuchen wird. Der Wechsel in die Schule ist ein Übergang (Transition), den ein Kind alleine, aber mit entsprechender Unterstützung, bewältigen muss. Nur wenn das möglich ist, kann es dauerhaft in der Schule erfolgreich vorankommen.

Wichtig ist, dass Kinder körperlich, kognitiv sowie sozial-emotional schulfähig sind. Nur weil ein Kind mit fünf Jahren bereits lesen und schreiben kann, bedeutet das nicht, dass es bereits schulfähig ist. Wichtig ist, das Kind in seiner gesamten Entwicklung zu betrachten und zu unterstützen. Dafür ist ein gemeinsamer Blick von Erzieherinnen, Eltern, anderen zentralen Bezugspersonen, Kinderärzten und mehr hilfreich.

In der Praxis der Kitas haben sich verschiedene Bausteine bei der Vorbereitung auf die Schule bewährt, die unterschiedliche Kompetenzen fördern, z.B. Ausflüge und Projekte der Vorschulkinder, regelmäßige Besuche in der Schule (manchmal inklusive kleiner Hausaufgaben), Verkehrstraining für den Schulweg, Experimente und naturwissenschaftliches Erforschen und besondere Aufgaben im Gruppenalltag. Aber auch Arbeitsblätter und Übungen zur Schulung der Feinmotorik sind beliebt. Wollen Sie Ihre Vorschulkinder auch in diesem Bereich fördern, bieten Sie ihnen doch z.B. Folgendes an:

  • Ausmalen: Egal ob eine Vorlage, ein Mandala oder ein selbst gemalter Umriss: Etwas genau auszumalen zeigt an verschiedenen Punkten den Entwicklungsstand des Kindes: Wie hält es den Stift? Wie genau kann es das Bild ausmalen? Wie viel Konzentration bringt es dabei mit? Wie geduldig ist es? Wie geht es damit um, es nach einem missglückten Versuch noch einmal zu probieren?
  • Gleiches und Ergänzendes einander zuordnen: Auf dem Blatt sind verschiedene Gegenstände oder Symbole abgebildet, die entweder identisch sind (wie bei Memory) oder sich ergänzen (wie bei einem Puzzle). Nun müssen die Paare einander zugeordnet werden.
  • Einschätzen von Mengen, verdoppeln und halbieren im Zahlenraum bis fünf: Hierzu können Kinder auf einem Blatt oder mit echten Gegenständen üben. Vier Äpfel sollen auf zwei Kinder aufgeteilt werden, alle Perlen in einem Becher auf zwei Becher umgeschüttet werden.
  • Formen kennenlernen: Auf einem Blatt können Kinder gleiche Formen in der gleichen Farbe ausmalen oder einander zuordnen.
  • Vervollständigen von Symbolen, Logik-Übungen. Hierzu erhalten die Kinder ein Blatt, auf dem verschiedene Reihe von Symbolen abgebildet sind, die sie dann vervollständigen. Zum Beispiel: Ein grüner Kreis, ein blauer Kreis, ein grüner Kreis und was folgt dann? Oder ein Herz, ein Kreuz, ein Herz, ein Kreuz und was folgt dann? Solche Übungen fördern die Konzentration und das logische Denken.
  • Erste Übungen zu Buchstaben sowie Druck- und Schreibschrift: Hierzu können die Kinder kleine und große Wellen nachfahren und frei zeichnen oder Linien und Formen nachfahren (Achtung, bitte in der richtigen Richtung). Dies hilft ihnen, den Stift mit Schwung, aber genau zu führen und bereitet so auf das Schreibenlernen vor.
  • Farben lernen, z.B. Gegenstände nach ihren Farben sortieren oder mit der reellen Farbe ausmalen

Literatur:

Annegret Schumacher


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