Der Wert der Freiheit (Kartonierte Ausgabe)

Deutschland vor einem neuen Wertewandel?

  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2005
  • Kartoniert
  • ISBN: 978-3-451-20917-8
  • Bestellnummer: 4209177

Die Freiheit, verstanden im Sinne von Handlungs- und Entscheidungsfreiheit, ist ein Wert, der in anderen

Gesellschaften, allen voran den angelsächsischen, scheinbar einen anderen Stellenwert genießt als in Deutschland. Dieser These ist das Institut für Demoskopie in Allensbach nachgegangen und kam zu manch verblüffendem Ergebnis:

Während sich die ostdeutsche Bevölkerung insgesamt gegenüber dem Wert der Freiheit deutlich reservierter verhält als die Westdeutsche, ist die junge Generation der Unter-30jährigen in den neuen Bundesländern nicht nur freiheitsorientierter als ihre Eltern und Großeltern, sondern auch als ihre westdeutschen Altersgenossen. Die Ergebnisse der Studie haben außerdem gezeigt, dass die Bevölkerung in Westdeutschland diesem Wert eine hohe Bedeutung beimisst. Untersucht man dann jedoch die persönliche Lebenseinstellung der Bevölkerung etwas genauer, lässt man dem Einzelnen die Wahl zwischen Freiheit, Gleichheit oder Sicherheit, fällt die Entscheidung oft zu Ungunsten der Freiheit aus. Dabei ist festzustellen, dass es im Westen kaum Unterschiede zwischen der jungen und älteren Generation gibt. Die Konsequenzen, die sich aus Freiheit ergeben - Eigenverantwortung, die Notwendigkeit Risiken einzugehen, die Möglichkeit des Scheiterns, die Notwendigkeit anderen Menschen zu vertrauen - zu akzeptieren, fällt vielen Deutschen anscheinend schwer.

Daraus resultieren folgende Fragen: Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn sie die Risiken der Freiheit scheut? Welche Rolle spielt sie für die Entwicklung einer Gesellschaft? Welche Rolle spielt sie heute für die Deutschen und, soweit schon erkennbar, für die Zukunft? Insgesamt wird deutlich, dass es nicht zuletzt von der Auffassung der Freiheit abhängt, ob die Deutschen die Probleme des Landes mit Optimismus, Energie und Kreativität werden lösen können.

Mit einem Vorwort von Thomas Petersen, Tilman Mayer

Autor

Petersen, Thomas

Thomas Petersen

Demoskop

Thomas Petersen ist Privatdozent für Philosophie an der Universität Heidelberg sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ). Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Politischen Philosophie und der Politischen Ökonomie, der Ethik und Wirtschaftsethik sowie der Philosophie der Wirtschaft.

Autor

Tilman Mayer, Prof. Dr. phil., Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn.

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