1. Adventssonntag (A)Wachsamkeit

Gesang zur Eröffnung

GL 223,1 Wir sagen euch an

Einführung in die Feier

Mit dem 1. Adventssonntag beginnt ein neues Kirchenjahr. Der Advent lädt uns daher zu einem Neubeginn ein: zu entschleunigen und herunterzufahren, gleichzeitig innezuhalten und sich in Wachsamkeit zu üben – und dies alles in Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu Christi, der als kleines Kind zu uns Menschen kommt, um nahbar zu sein, um einer von uns zu sein, um unter uns zu sein.

Schriftlesungen

Erste Lesung: Jes 2,1–5
Der Herr führt alle Völker zusammen in den ewigen Frieden des Reiches Gottes

Einführung: In Zeiten der Not und Unterdrückung entstanden die großen Hoffnungsbilder, die das Volk Israel trösten und ermutigen, seinen Weg mit Gott weiterzugehen.

Lesung
   aus dem Buch Jesája.

Das Wort, das Jesája, der Sohn des Amoz,
    über Juda und Jerusalem geschaut hat.

Am Ende der Tage wird es geschehen:
Der Berg des Hauses des Herrn
    steht fest gegründet als höchster der Berge;
er überragt alle Hügel.
Zu ihm strömen alle Nationen.
Viele Völker gehen und sagen:
    Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn
    und zum Haus des Gottes Jakobs.
Er unterweise uns in seinen Wegen,
auf seinen Pfaden wollen wir gehen.
Denn vom Zion zieht Weisung aus
    und das Wort des Herrn von Jerusalem.

Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen
und viele Völker zurechtweisen.
Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden
    und ihre Lanzen zu Winzermessern.
Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation,
und sie erlernen nicht mehr den Krieg.

Haus Jakob, auf,
wir wollen gehen im Licht des Herrn.

Wort des lebendigen Gottes.

Antwortpsalm
Ps 122 (121), 1–3.4–5.6–7.8–9 (Kv: 1b): GL 633,5 (Kv) + MK 10

Zweite Lesung: Röm 13,11–14a
Jetzt ist das Heil uns näher

Einführung: Als der Schwung des Glaubens nachließ, mahnte der Apostel Paulus seine Leserinnen und Leser neu zur Wachsamkeit. Seine Mahnung gilt auch heute noch.

Lesung
   aus dem Brief des Apostels Paulus
   an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!
Das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit:
Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.
Denn jetzt ist das Heil uns näher
    als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.
Die Nacht ist vorgerückt,
der Tag ist nahe.

Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis
    und anlegen die Waffen des Lichts!
Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag,
ohne maßloses Essen und Trinken,
ohne Unzucht und Ausschweifung,
ohne Streit und Eifersucht!
Vielmehr zieht den Herrn Jesus Christus an.

Wort des lebendigen Gottes.

Ruf vor dem Evangelium: GL 176,2 Halleluja (R) + MK 12

Evangelium: Mt 24,37–44
Seid wachsam und haltet euch bereit!

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wie es in den Tagen des Noach war,
    so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.
Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut
    aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen,
    bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,
und nichts ahnten,
    bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte,
so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten,
    einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen,
    wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.

Seid also wachsam!
Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Bedenkt dies:
Wenn der Herr des Hauses wüsste,
    in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt,
    würde er wach bleiben
und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.

Darum haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
    in der ihr es nicht erwartet.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

oder Langfassung: Evangelium: Evangelium: Mt 24,29–44
Man wird den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. –
Seid wachsam und haltet euch bereit!

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Sofort nach den Tagen der großen Drangsal
    wird die Sonne verfinstert werden
und der Mond wird nicht mehr scheinen;
die Sterne werden vom Himmel fallen
und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Danach wird das Zeichen des Menschensohnes
    am Himmel erscheinen;
dann werden alle Völker der Erde wehklagen
und man wird den Menschensohn
    auf den Wolken des Himmels kommen sehen,
    mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden
und sie werden die von ihm Auserwählten
    aus allen vier Windrichtungen zusammenführen,
    von einem Ende des Himmels bis zum andern.

Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum!
Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben,
    erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So erkennt auch ihr,
    wenn ihr das alles seht,
    dass das Ende der Welt nahe ist.

Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
    aber meine Worte werden nicht vergehen.

Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand,
auch nicht die Engel im Himmel,
nicht einmal der Sohn,
    sondern nur der Vater.

Denn wie es in den Tagen des Noach war,
    so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.
Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut
    aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen,
    bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,
und nichts ahnten,
    bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte,
so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten,
    einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen,
    wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.

Seid also wachsam!
Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Bedenkt dies:
Wenn der Herr des Hauses wüsste,
    in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt,
    würde er wach bleiben
und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.

Darum haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
    in der ihr es nicht erwartet.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Leitgedanken zur Verkündigung

Gott ist heilig und erscheint zunächst einmal unnahbar; gleichzeitig ist er aber auch der befreiende und nahbare Gott (1. Les.). Aus der Finsternis in das Licht zeigt Christus, das Licht, den Menschen den rechten Weg in das Reich des Vaters (Psalm, 2. Les.). Doch sein Kommen erfordert Wachsamkeit, denn die Stunde oder den Tag kann niemand erahnen (Ev.).

Fürbitten

Am Beginn des neuen Kirchenjahres tragen wir mit neuer und wacher Hoffnung unsere Bitten vor den Herrn:

  • Um Wachsamkeit in der Kirche: dass die zum Dienst am Nächsten Berufenen sich immer wieder neu den Sorgen und Nöten der Gläubigen annehmen.
    Stille – Christus, unser Licht.
  • Um Wachsamkeit in der Politik: dass die Verantwortlichen immer wieder neu Frieden und Versöhnung in den Blick nehmen.
  • Um Wachsamkeit in der Gesellschaft: dass die Menschen füreinander da sind und Gerechtigkeit walten lassen.
  • Um Wachsamkeit in unseren Familien: dass die Mitglieder liebevoll miteinander umgehen und in Treue zueinanderstehen.
  • Um Wachsamkeit in unserer Gemeinde: dass wir uns gemeinsam auf das Kommen des Herrn vorbereiten und in Gemeinschaft gegenseitig stärken.

Allmächtiger Gott, die Ankunft deines Sohnes Jesus Christus erwarten wir voller Hoffnung und Zuversicht. Im Vertrauen auf dich bringen wir dir unsere Bitten dar, heute, in dieser Adventszeit und alle Tage unseres Lebens.

Spendung und Empfang der Kommunion

  • Gabenbereitung: GL 84 Morgenglanz der Ewigkeit
    oder ein passendes Lied aus dem Diözesanteil
  • Kommunion: GL 221 Kündet allen in der Not
  • Danklied: GL 360 Macht weit die Pforten in der Welt

Liedpläne für das „Katholische Gesangbuch der deutschsprachigen Schweiz“ (KG) finden sich auf der Website des Liturgischen Instituts der deutschsprachigen Schweiz.

Einführung und Fürbitten: Theresa Seitz
Schrifttexte: Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

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