Vaterunser

Auch Gebet des Herrn genannt, weil nach den Evangelien unmittelbar von Jesus gelehrt (Mt 6, 9-13 und Lk 11,2-4), mit festem Platz seit frühester Zeit des Christentums sowohl in der Eucharistiefeier als auch im Stundengebet, erweitert um die Doxologie "Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen".

Seit der Liturgiereform wird es nicht mehr nur vom Vorsteher, sondern von der ganzen Gemeinde gesprochen bzw. in feierlicher Kantillation vollzogen (Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch 16). Zwischen Vaterunser und Doxologie spricht oder singt der Vorsteher zumeist den so genannten Embolismus, den die Gemeinde mit der Doxologie abschließt.

Erwachsenen Taufbewerbern wird während der Vorbereitungszeit auf die Taufe in einem eigenen Ritus das Herrengebet feierlich übergeben ("Die Feier der Eingliederung Erwachsener in die Kirche", S. 123ff.).

Deutscher Text:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.