Pate

Von lat. pater (= Vater), patrinus (= Bürge). Der Pate ist Zeuge einer Taufe bzw. Firmung und übernimmt neben den Eltern die Mitverantwortung für die christliche Erziehung des ihm anvertrauten Patenkindes. Um diese Aufgabe ausüben zu können, muss er das 16. Lebensjahr vollendet haben und selbst getauft und gefirmt sein. Außerdem soll er einen nach Maßstäben der katholischen Kirche angemessenen Lebensstil führen. Die Eltern oder - bei der Erwachsenentaufe - der Ehegatte dürfen nicht gleichzeitig zum Paten ernannt werden.

Wenn zwei Taufpaten vorgesehen sind, kann einer von ihnen auch einer anderen christlichen Konfession angehören. Er muss aber getauft sein. Seit der Neuordnung des Patenamtes im Rahmen der Neuordnung der Kindertaufe (1969) geben die Eltern in der Tauffeier die Antworten und tragen das Kind. Der Pate legt nur seine rechte Hand auf den Täufling und auch auf die Schulter des Firmlings. Es ist wünschenswert, jedoch nicht zwingend, dass der Tauf- mit dem Firmpaten identisch ist.

Was bedeutet eigentlich das Patenamt? Wer kann Taufpate/patin werden? Und welche Verpflichtungen sind damit verbunden?

In der katholischen Kirche gibt es das Patenamt bei den Sakramenten der Eingliederung: Taufe und Firmung. Schon in der frühen Kirche brauchte jeder erwachsene Taufbewerber einen Bürgen, der seine Bereitschaft zur Christwerdung und seinen Lebenswandel garantierte. Dieser bezeugte auch Taufe und Firmung, die ursprünglich eine Einheit bildeten. Bei der Kindertaufe wurde dieser Brauch übernommen. Mit der Loslösung der Firmung von der Taufe entwickelte sich ein eigenes Firmpatenamt, wobei empfohlen - nicht vorgeschrieben - wird, dass der/die Taufpate/patin auch diesen Dienst übernimmt. Bei der Taufe von Kindern geht es um die Unterstützung der Eltern bei der christlichen Erziehung. Der Pate / die Patin verspricht, dem Kind beim Hineinwachsen in den christlichen Glauben und in die Gemeinde zu helfen. Deshalb muss man, um in der katholischen Kirche ein Patenamt zu übernehmen, mindestens 16 Jahre alt, getauft und gefirmt sein und die Eucharistie bereits empfangen haben; man muss der katholischen Kirche angehören und ein Leben führen, das dem Glauben entspricht; man soll für das Patenamt geeignet und auch dazu bereit sein. Ein getaufter Nichtkatholik kann nur zusammen mit einem katholischen Paten Taufzeuge sein. Da die Taufe in die Kirche, aber auch in eine konkrete Gemeinde hinein geschieht, ist es sinnvoll, wenn Paten aus der jeweiligen Gemeinde kommen. Sie können so die Hilfe und Unterstützung direkt am Ort in der Gemeinde geben. Es wäre sehr zu wünschen, dass Gemeinden diesen wichtigen Dienst wieder neu entdecken.

Redaktion