Opfergang

Die eucharistischen Gaben von Brot und Wein werden vor der Gabenbereitung zum Altar gebracht. Dort werden sie vom Priester oder, wenn anwesend, vom Diakon in Empfang genommen. Durch die Beteiligung der Laien aus der Gemeinde soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Bereitstellung der Gaben menschlicher Beitrag zur Eucharistie ist, während die Annahme und die Wandlung in Leib und Blut Jesu Christi und somit die Teilnahme am Opfertod des Herrn göttliches Geschenk ist.

In der Kirche des 1. Jahrtausends war es üblich, dass die Gläubigen aus ihren eigenen Vorräten (gesäuertes) Brot und Wein mitbrachten. Die nicht benötigten Reste wurden an Arme verteilt. Als später ungesäuerte Brote für die Kommunion in Gebrauch kamen und die Gläubigenkommunion im Mittelalter nur noch an Hochfesten (vgl. Osterkommunion) stattfand, blieb der Brauch, eigene Gaben für caritative Zwecke zum Altar zu bringen, dennoch erhalten. Daraus hat sich die Geldkollekte entwickelt.

Der Opfergang wird seit alters von Gesängen begleitet. Diese wurden meistens von einer Schola gesungen. Heute bietet das Gotteslob eine Reihe von Gemeindeliedern an. Sie haben lobpreisenden Inhalt oder thematisieren das Darbringen von Brot und Wein, betonen jedoch nicht den eucharistischen Opfergedanken. Alternativ zu Gesang ist auch Instrumentalmusik angemessen.