Österliche Bußzeit, liturgischer Charakter

Die Quadragesima ist die Zeit der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi an den Kar- und Ostertagen. V.a. die Liturgie dieser Zeit bereitet die einzelnen Gläubigen und die ganze Gemeinde auf die Feier des Ostergeheimnisses vor.

  • In dieser Zeit (ausgenommen am 4. Fastensonntag „Laetare" sowie an Hochfesten und Festen) wird auf Blumenschmuck des Altars verzichtet.
  • Vom Beginn der Quadragesima bis zur Osternacht entfällt in allen Gottesdiensten das „Halleluja" und wird durch ein schlichteres Christus-Lob ersetzt.
  • Gesänge sollen zum Charakter der Zeit passen und den liturgischen Texten entsprechen.
  • Die Wochentage haben einen besonderen liturgischen Rang. Deshalb werden gebotene Gedenktage (G) in dieser Zeit wie nicht gebotene Gedenktage (g) behandelt. Die Liturgie der Wochentage in der Fastenzeit hat Vorrang.
  • Durch Bußfeiern werden Taufbewerber zu den Sakramenten der Eingliederung geführt und Getaufte auf die Bekräftigung ihres Taufbundes vorbereitet. Gemeinschaftliche Bußfeiern können helfen, den Weg der Umkehr, Buße und Versöhnung auf Ostern hin zu gehen. Im Bußsakrament wird denen, die ihre Sünden bereuen und aufrichtig bekennen, Gottes Vergebung zugesprochen. Sie werden mit Gott und der Kirche versöhnt.
  • Besondere Andachten in dieser Zeit sind u.a. Kreuzweg- und Passionsandachten. Sie sollen gepflegt und mit liturgischem Geist erfüllt werden, damit sie zur Feier des Osterfestes hinführen.

Redaktion