Gebetswoche für die Einheit der Christen

Entsprechend dem Gebet Jesu um die Einheit unter den Seinen ist ein solches Gebet seit dem Anfang ökumenischer Bestrebungen im 19. Jh. ein wesentlicher Bestandteil dieses Bemühens. Als die 1846 gegründete Evangelische Allianz eine Gebetswoche am Anfang jedes Jahres in diesem Anliegen einführte, fand diese weite Verbreitung. Papst Leo XIII. empfahl dafür die Novene vor Pfingsten. Benedikt XV. übernahm den Vorschlag des später zur katholischen Kirche übergetretenen Anglikaners Paul Watson, die Woche vom 18.01. (damals Fest „Cathedra Petri") bis 25.01. („Bekehrung Pauli") diesem Anliegen zu widmen. Paul Couturier (1881 - 1953) warb dafür, nicht mehr um die „Rückkehr der anderen" zu bitten, sondern um „eine Einheit, wie Gott sie will". Das ist die Basis für die heutige Gebetswoche, die weltweit in vielen anglikanischen, evangelischen, katholischen und ostkirchlichen Gemeinden entweder zum Januartermin oder vor Pfingsten begangen wird.

Seit 1966 werden dazu Themen und Texte von einer gemeinsamen Kommission des römischen Einheitssekretariats und des Ökumenischen Rats der Kirchen erarbeitet und von der Ökumenischen Centrale in Frankfurt herausgegeben. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2007 steht unter dem Titel „Christus macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen (Mt 7,31-37)".

Redaktion