Devotionalie

Bezeichnung für Andachtsgegenstände, von lat. devotio (= Andacht), die in der persönlichen Frömmigkeit und religiösen Praxis eine Rolle spielen, wie z.B. Kreuze, Bilder oder Statuen, die Christus, Maria oder sonstige Heilige darstellen, Medaillen, Plaketten (Benedikt, Christophorus), Rosenkränze usw. Trotz der Bezeichnung "religiöse Kleinkunst" ist die Grenze zwischen künstlerisch Anspruchsvollem und religiösem Kitsch fließend.

Obwohl die Theologie die Devotionalien rein als religiöse Zeichen definiert, als verweisende Symbole, führt die gebräuchliche Segnung ("Weihe") oft zu einem Verständnis z.B. der Plaketten als einer Art Schutzamulette. Wenn es im Benediktionale (S. 200) heißt: "Das Kreuz ist für die Christen ein Gegenstand besonderer Verehrung. Es erinnert an die Erlösungstat Christi und an die Kirche, die vom Kreuze gekommen ist, und verheißt ewiges Heil", so wird deutlicher, dass die Verehrung nicht dem Gegenstand gilt, sondern Christus, der am Kreuz gestorben ist. Dasselbe gilt für alle bildlichen Darstellungen: "Die Bilder Christi und der Heiligen erinnern an die Nähe Christi und seines Heilswerkes und an die Fürsprache, welche die Heiligen vor Gott einlegen" (Benediktionale, S. 203).

Grundsätzlich kann jede Sache zur Devotionalie werden, weil alles zur Schöpfung Gottes gehört, tatsächlich gesegnet werden in der Regel Gegenstände, die in besonderer Weise Zeichen für das Heilsgeschehen sein können. Gegenstände des liturgischen Gebrauchs und Ausstattungen der Kirchen (Kreuze, Statuen und Bilder in den Kirchen) werden nicht zu den Devotionalien gezählt.