Brot

Brot ist ein Grundnahrungsmittel und steht als solches beispielhaft für die menschlichen Grundbedürfnisse, wie die Vaterunser-Bitte "Unser tägliches Brot gib uns heute" zum Ausdruck bringt. Diese Bitte macht weiterhin deutlich, dass die Sättigung der Menschen durch Brot als Gabe Gottes gesehen wird. Dies drücken auch die Wundergeschichten von der Vermehrung des Brotes (Mt 15,29-36 u. a.) oder die Gabe des Manna beim Durchzug Israels durch die Wüste aus. Darüber hinaus ist das Brot ein Symbol der Gemeinschaft, da es aus vielen Weizenkörnern entstanden ist und zum Verzehr wieder gebrochen und verteilt werden kann.

Das Eucharistische Brot wurde in der frühen Kirche von den Gläubigen mitgebracht und war in der Regel gesäuert. Erst seit dem 9.-11. Jh. wird ungesäuertes Brot verwendet, das eigens hergestellt wird. Es hat einerseits den praktischen Zweck der leichteren, krümelfreien Brechbarkeit und der längeren Haltbarkeit. Andererseits erinnert es an den Auszug Israels aus Ägypten und an das auf dieses Ereignis zurückgehende Paschafest, bei dem nur ungesäuertes Brot gegessen wird. In der Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch (AEM) ist vorgeschrieben, dass das für die Eucharistiefeier verwendete Brot tatsächlich als Speise erkennbar ist und in mehrere Teile gebrochen werden kann, von denen der Priester an die Gemeinde austeilt.