Albe

Die Albe ist ein bis zu den Füßen reichendes liturgisches Gewand aus hellem Stoff. Ihr Name leitet sich vom lateinischen Begriff albus (= weiß) ab. Neben Leinenstoff sind andere geeignete Textilfasern (Wolle, Polyester, …) zugelassen und verbreitet. Historisch entwickelte sich die Albe aus der spätantiken Tunika. Diese war ursprünglich ein alltägliches Kleidungsstück, das direkt auf dem Körper getragen wurde. Im Laufe der Zeit erhielt die Tunika als Albe eine spezifisch liturgische Funktion.

Von Priestern und Diakonen wird die Albe auch weiterhin als Untergewand getragen, d. h. unter den eigentlichen Amtsgewändern. Andere liturgische Dienste dürfen eine Albe als Obergewand tragen („Mantelalbe“). Die Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch bestimmt: „Alle anderen, die einen Dienst am Altar versehen und nicht Priester oder Diakone sind, können eine Albe oder ein anderes in den einzelnen Gebieten rechtmäßig zugelassenes Gewand tragen“ (AEM 301). Bei Bedarf können ein Gürtel (Zingulum) und – sofern die Albe am Hals nicht gut schließt – ein Schultertuch hinzukommen.

Die helle Farbe der Albe verweist symbolisch auf Reinheit, neues Leben und die Zugehörigkeit zu Christus. Deshalb wird die Albe häufig mit dem weißen Taufkleid in Verbindung gebracht. In der Taufliturgie heißt es: „Du bist eine neue Schöpfung geworden und hast – wie die Schrift sagt – Christus angezogen.“ (vgl. Gal 3,27). So erinnert die Albe daran, dass jeder liturgische Dienst im Sakrament der Taufe gründet.

Manuel Uder, Trier

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