Kirchenlehrer

Kirchenlehrer, Kirchenlehrerin heißen in der katholischen Kirche und Theologie ein Theologe bzw. eine Theologin, die die Tradition von alters her bezeugten, die rechtgläubige Lehre vertraten, persönlich heilig lebten, eine hervorragende theologische Leistung erbrachten und von der kirchlichen Autorität ausdrücklich anerkannt wurden.

Sie nehmen unter den Theologen einen hohen Rang ein, gehören aber nicht zu den Kirchenvätern, da sie nicht notwendigerweise nur aus deren Zeit stammten. In der lateinischen Kirche werden seit dem 8. Jh. vier solcher Lehrautoritäten herausgehoben: Ambrosius († 397), Hieronymus († 419), Augustinus († 430) und Gregor I. († 604).

Die Ostkirchen verehren seit dem 9. Jh. die „drei Hierarchen und ökumenischen Lehrer“ Basilius († 379), Gregor von Nazianz († 390) und Johannes Chrysostomus († 407).

Die lateinische Kirche zählte (2008) 30 Kirchenlehrer und 3 Kirchenlehrerinnen: Teresa von Avila († 1582), Katharina von Siena († 1380) u. Therese von Lisieux († 1897).

Quelle: Herbert Vorgrimler: Neues Theologisches Wörterbuch, Neuausgabe 2008 (6. Aufl. des Gesamtwerkes), Verlag Herder

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