Die fünf Dynastien – Asien im Spätmittelalter

Nach der Einigung des chinesischen Nordens gelang dem adligen Militärführer Yang Jian im Jahre 581 durch einen Militärputsch die Gründung der Sui-Dynastie.

Die fünf Dynastien – Asien im Spätmittelalter
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Unter seinem Sohn Yangdi kam es zum Ausbau der Infrastruktur, aber auch zu Revolten, die 618 in der Ermordung des Kaisers durch Li Yuan gipfelten.

Als Kaiser Goazu rief dieser die Tang-Dynastie aus. Unter den Tang-Kaisern entwickelte sich China zu einem weltoffenen, dynamischen Reich. Auf den Grundlagen der nördlichen Dynastien errichtete die Monarchie eine zentralisierte und bürokratische Administration, deren Zentrum die Hauptstadt Chang’an war. Mit einer Million Einwohnern war sie die größte Stadt der Welt.

Dem zweiten Tang-Kaiser Taizong gelang die Ausdehnung des Reiches auf das zentralasiatische Tarimbecken, was dazu beitrug, soziale Spannungen im Inneren abzubauen. Neben den Verbesserungen in der Verwaltung intensivierten sich auch Handel und Kommunikation. Aus dem Westen gelangte der Buddhismus nach China; auch gegenüber Islam und Nestorianismus zeigten sich die Kaiser tolerant. Eine Revolte des Militärführers An Lushan, die nur mit Mühe niedergeschlagen werden konnte, verschob jedoch Mitte des 8. Jahrhunderts das Machtgefüge zugunsten der Militärbefehlshaber, deren Ämter erblich wurden.

Die Wirren um den Volksaufstand unter Huang Chao führten schließlich zum Zerfall des Tang-Reiches; als Sieger der Entwicklung ging General Zhu Wen hervor, dessen spätere Liang-Dynastie die Reihe der »fünf Dynastien« im Norden einleiten sollte. Nach Machtverfall und Reichsteilungen proklamierte der Militärführer Zhao Kuangyin im Jahre 960 während eines Feldzugs die Song-Dynastie, deren erster Kaiser er als Taizu selbst wurde. Er unterstellte das gesamte Militär einer strikten Zivilverwaltung und brach damit die Macht der Generäle. In der Folgezeit blühte China, bevor es im 11. Jahrhundert unter großen Druck der von Norden angreifenden Völker der Tanguten, Kitan und Jurchen geriet. Weite Reichsteile im Norden gingen verloren, während die Macht im Südteil des Reiches gefestigt werden konnte.

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