Wasser

Wasser ist Voraussetzung für jegliches Leben einerseits, andererseits kann es als Naturgewalt zerstörerisch und lebensvernichtend wirken. Wasserläufe (Flüsse) und Meere dienen als Grenzen zwischen Ländern, sinnbildlich zwischen dem Tod und dem Leben. So wird das Volk Israel durch das Rote Meer aus Ägypten, dem Land der Knechtschaft und des Todes, in die Freiheit geführt und gelangt durch den Jordan in das Land der Verheißung.

In diesen Durchgängen durch das Wasser klingt das Wissen um den Tod, das Absterben von Altem, damit neues Leben entstehen kann, mit an. So wird in der Taufe der Täufling durch das Wasser zum neuen Leben mit dem auferstandenen Christus geführt. Wasser wirkt zudem reinigend. Als Sinnbild für die Reinigung von bösen Einflüssen steht die Besprengung mit Weihwasser, die zugleich Taufgedächtnis ist. Das Taufwasser wird in der Osternacht geweiht, in der durch die Auferstehung Christi, in die der getaufte Christ mit hineingenommen ist, der Tod überwunden worden ist.