Die Liturgischen Institute sind wissenschaftliche und pastorale Fachstellen zur Förderung des Gottesdienstes. Ihre Einrichtung entspricht dem Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils, das nationale liturgische Kommissionen und Institute zur Förderung der Liturgie anregte (vgl. SC 44).
Im deutschsprachigen Raum bestehen das Deutsche Liturgische Institut in Trier (gegründet 1947), das Österreichische Liturgische Institut in Salzburg (1946) sowie das Liturgische Institut der deutschsprachigen Schweiz in Fribourg (1963). Sie unterstützen die Liturgischen Kommissionen ihrer Bischofskonferenzen und bilden eine Schnittstelle zwischen liturgiewissenschaftlicher Forschung und der gottesdienstlichen Praxis in den Gemeinden. Auf jeweils eigene Weise tragen die Liturgischen Institute wesentlich dazu bei, die Liturgie den Menschen von heute zu erschließen, das gottesdienstliche Leben in den Gemeinden fachlich zu begleiten und zu fördern.
Zu den konkreten Aufgaben der Liturgischen Institute gehört die Mitarbeit an der Entstehung liturgischer Bücher, die Erarbeitung pastoraler Arbeitshilfen und wissenschafticher Fachpublikationen, die Beratung der Bischofskonferenzen, die Aus- und Fortbildung haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z. B. durch Liturgie im Fernkurs) sowie die Vernetzung unterschiedlicher liturgischer Gremien und Organisationen. Gemeinsam geben die drei Institute seit 1967 die liturgische Fachzeitschrift Gottesdienst heraus und arbeiten bei zahlreichen Projekten für den gesamten deutschen Sprachraum eng zusammen.
Manuel Uder, Trier