Wut (Klappenbroschur) Was sie uns sagen will – und wie wir mit ihr umgehen

  • Zwischen Gefühl und Gefahr: Das Wesen der Wut begreifen
  • Verbindet individuelle Psychologie mit gesellschaftlicher Analyse
  • Welches Bedürfnis steckt hinter Wut?
  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2026
  • Klappenbroschur
  • 256 Seiten
  • ISBN: 978-3-451-60202-3
  • Bestellnummer: P602029

Ein rationaler Kompass in wütenden Zeiten: Wie wir mit Wut umgehen, in der Gesellschaft und bei uns selbst

Kein Zweifel: Die Menschheitsgeschichte ist auch eine Geschichte außer Kontrolle geratener wütender Reaktionen. Ohne Wut gäbe es wohl deutlich weniger Kriege. Aber auch im eigenen Leben beeinflusst wohl kein anderes Gefühl unser Leben so stark wie Wut. Sie zerstört Beziehungen, beendet Karrieren und lässt Lebensträume platzen.

Häufig verwechseln wir Wut mit Durchsetzungsfähigkeit und Stärke. Wut und ihre Bewunderung als Entschlossenheit können ein trügerisches Gefühl des Zusammenhalts vermitteln. Natürlich ist nicht jede Wut gleich, ihr Spektrum kann sich in Reaktionen von der Empörung über ein Fehlverhalten bis zur blinden Rage äußern. Unterdrückte Wut ist dabei kein Patentrezept. Denn Wut an sich ist nicht automatisch schlecht, sie kann eine wichtige Funktion haben: Sie zeigt uns, wenn Grenzen überschritten werden oder unsere Interessen verletzt sind. Zu fragen ist dabei, welches Bedürfnis hinter Wut steckt. Gefährlich wird sie erst, wenn wir wütend auf unsere eigene Wut reagieren. Dann verlässt sie die innere Gefühlswelt – und wird zu einer zerstörerischen Kraft im Außen. Kommunikationsexperte Robert Burdy beleuchtet in diesem Buch die Natur der Wut, erklärt, warum wir so oft zornig reagieren, und zeigt Wege zum Umgang mit der Wut - wie wir uns und andere vor den Folgen unkontrollierter Wut schützen können.

Wut löst keine Probleme, sie ist kein guter Ratgeber. Dieses Buch schon – aber es ist kein klassischer Ratgeber, sondern eine gründliche Reflexion über eine Emotion. Und vielleicht der Schlüssel für eine erfolgreiche Heldenreise aus dem Land der wütenden Raserei!

Drei gelassene Fragen zu einem Buch über die Wut:

Eigentlich muss man nicht fragen, wieso Sie sich mit dem Thema Wut beschäftigen: Vom garstigen Kommentar auf Social Media bis hin zu Äußerungen Donald Trumps ist die Wut ständiger Begleiter in den Medien. Warum ist ein Buch über Wut wichtig?

Robert Burdy: Es ist wichtig, weil Wut Glück frisst. Und zwar in rauen Mengen! Es ist doch nicht nur das Phänomen einer wütenden Gesellschaft. Oder das Medienspektakel um einen rasenden Regierungschef. Wut begegnet uns jeden Tag. Sie macht uns wütend, vermehrt und verstärkt sich so, wird zur Lawine, zur Epidemie. Das zerstört persönliche Beziehungen, Arbeitsumfelder und ganze Demokratien, wenn wir nicht vorsichtig sind. Und weil die Wut sich immer wieder selbst rechtfertigt, finden die Wütenden das alles auch völlig okay. Aus diesem Teufelskreis müssen wir raus. Das geht nur wenn man sich klar macht, dass nicht das, was uns wütend macht, das Problem ist. Auch nicht das Gefühl der Wut. Es sind unsere wütenden Reaktionen, die so zerstörerisch sind.

Sich über die Wut der anderen zu wundern, ist das eine. Aber muss nicht jeder lernen, bei sich selbst anzufangen und die eigene Wut zu überdenken?

Burdy: Ich glaube, das ist der einzige Weg aus der Wutfalle. Der Wunsch, dass die Wut der Anderen weggeht, ist kindisch. Wenn wir erwachsen mit diesem Problem umgehen wollen, dann müssen wir es da lösen, wo wir einen Einfluss darauf haben, nämlich in unseren Gehirnen. Nur da haben wir die Möglichkeit, das Gefühl der Wut anzunehmen, seine wichtigen Warnungen zu verstehen und gleichzeitig aber nicht wütend auf dieses Gefühl zu reagieren. Dann können wir für uns selbst und unsere unmittelbare Umgebung einen friedlicheren Umgang mit den Grenzüberschreitungen finden, die das Leben nun mal alltäglich für uns bereithält - von den wütenden Reaktionen Anderer, über die Tücken der Alltagsobjekte bis hin zu vielleicht erzürnenden gesellschaftlichen Problemen.

Mal ehrlich: Wenn man an einem Buch über Wut schreibt, und es nicht so klappt wie gewünscht: Wird man dann nicht auch wütend?

Burdy: Also…, es hat ja geklappt. Das Buch ist da, Menschen lesen es und viele sagen mir, wie wichtig die Impulse sind, die ihnen das Buch gibt. Ausserdem ist der Prozess des Schreibens aber für mich auch eines der befriedigendsten Dinge in meinem Leben. Für ein Buch muss man Informationen aufnehmen, denken und schreiben. Wenn eines davon mal hakt, hat man mit den beiden anderen Aufgaben immer noch genug zu tun. Während ich an einem Buch schreibe, tauche ich komplett in dem Thema ein, sauge alles auf, das mir dazu begegnet. Das ist ja das Wunderbare an diesem Schreibprozess: Nicht nur das Buch wächst daran, auch der Autor. Und das ist wirklich ein sehr sehr schönes Gefühl. Insofern…, ich bin noch nie mit etwas, das ich schreibe, wütend geworden.

Autor

Robert Burdy ist Journalist, Autor und Kommunikationsexperte. Als ARD-Korrespondent berichtete er in Tagesschau, Tagesthemen und Weltspiegel . Von 2001–2022 moderierte er die Nachrichtensendung mdr AKTUELL. Als Kommunikations-Coach ist er in den Führungsetagen verschiedener Großunternehmen tätig. Im Herder Verlag erschien 2024 "Wir müssen reden – aber richtig" sowie 2022 "Wir informieren uns zu Tode" (gemeinsam mit Gerald Hüther). Weitere Informationen: www.robertburdy.com

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